In Österreich entscheidet nicht die deutsche Spekulationsfrist über den Verkauf, sondern die Immobilienertragsteuer. Beim Kauf kommt die Grunderwerbsteuer mit 3,5 Prozent auf entgeltliche Erwerbe, dazu die Eintragungsgebühr im Grundbuch. Ein Rechner, der nur deutsche AfA und zehn Jahre Haltedauer kennt, liefert für eine Wiener oder Grazer Wohnung die falsche Steuerzeile.
Trotzdem bleibt der Kern gleich: Kaufpreis, Nebenkosten, Miete, Finanzierung und das, was nach Zins und Tilgung auf dem Konto liegt. Privatinvestoren rechnen meist ein Objekt. Professionelle Ankäufer und Bauträger brauchen mehrere Varianten, einen Export und oft eine Pipeline der geprüften Liegenschaften.
Beim klassischen Kauf unter Fremden beträgt die Grunderwerbsteuer 3,5 Prozent der Gegenleistung, also in der Regel des Kaufpreises. Unentgeltliche Übertragungen im Familienkreis folgen einem anderen Maßstab: besteuert wird der Grundstückswert, gestaffelt mit 0,5 Prozent bis 250.000 Euro, 2 Prozent für den darüber liegenden Teil bis 400.000 Euro und 3,5 Prozent für den Rest. Diesen Stufentarif auf einen normalen Ankauf anzuwenden, untertreibt die Steuer.
Zur Steuer kommt die Eingabegebühr für das Eigentumsrecht mit 1,1 Prozent. Die Eintragung eines Pfandrechts für das Darlehen kostet 1,2 Prozent der Kreditsumme. Maklerhonorar liegt häufig bei 3 Prozent zuzüglich 20 Prozent Umsatzsteuer, wenn ein Makler eingeschaltet ist. Ein österreichisches Tool muss diese drei Posten getrennt führen. Wer nur „5 Prozent Nebenkosten“ pauschaliert, vermischt Steuer, Gericht und Vermittlung.
Gewinne aus der Veräußerung privater Grundstücke unterliegen der ImmoESt mit 30 Prozent. Es gibt keine deutsche Zehnjahresfrist, nach der der Gewinn automatisch steuerfrei wird. Begünstigt bleiben vor allem der Hauptwohnsitz und selbst hergestellte Gebäude unter den gesetzlichen Voraussetzungen. Altvermögen, angeschafft vor dem 1. April 2002, kann pauschal mit 4,2 Prozent des Veräußerungserlöses besteuert werden, das sind 30 Prozent auf einen fiktiven Gewinn von 14 Prozent. Wer die tatsächlichen Anschaffungskosten nachweist, kann stattdessen den echten Gewinn mit 30 Prozent versteuern, wenn das günstiger ist.
Der Hauptwohnsitz ist befreit, wenn er ab der Anschaffung mindestens zwei Jahre durchgehend der eigene Wohnsitz war, oder wenn er in den letzten zehn Jahren vor dem Verkauf mindestens fünf Jahre durchgehend Hauptwohnsitz war. Die Herstellerbefreiung betrifft Gebäude, die du selbst hergestellt und nicht bloß gekauft hast, und die in den letzten zehn Jahren nicht der Einkünfteerzielung gedient haben. Eine Kalkulation des Exits sollte diese drei Wege abfragen: Regelbesteuerung, Altvermögen-Pauschale, Befreiung. Ein einziges Feld „Spekulationsfrist“ bildet Österreich nicht ab.
Die Bruttorendite ist die Jahresnettokaltmiete im Verhältnis zum Kaufpreis. Sie ist ein Filter, keine Entscheidung. Die Nettorendite bezieht den gesamten Geldeinsatz inklusive Grunderwerbsteuer, Grundbuch und Pfandrecht ein und zieht nicht umlagefähige Bewirtschaftungskosten ab. Der Cashflow zieht zusätzlich Annuität oder Zins plus Tilgung ab. Nur der Zins mindert die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, die Tilgung nicht.
Eine Sanierung planst du als eigenen Zahlungstermin. Sofort abziehbarer Erhaltungsaufwand und aktivierungspflichtige Herstellungskosten wirken unterschiedlich auf die Steuer, aber beide belasten zuerst die Liquidität. Szenarien für einen höheren Sollzins nach Ende der Fixzinsperiode und für ein, zwei leerstehende Monate zeigen, ob die Wohnung nur im Prospektfall trägt.
Für eine einzelne Eigentumswohnung reicht ein Programm, das Grunderwerbsteuer, Grundbuchgebühr, Pfandrechtseintragung, Miete und Kreditrate sauber trennt und die ImmoESt erst beim Verkaufsszenario einblendet. Excel tut das, solange du die Sätze selbst pflegst. Eine Web-App lohnt sich, wenn du mehrere Besichtigungen in einer Woche gegenrechnest und die Fälle behalten willst.
Professionelle Nutzer achten auf Portfolio, Export und darauf, ob das Programm Österreich überhaupt als Land führt. Ein deutscher AfA-Rechner mit Spekulationsfrist ist für ein Linzer Zinshaus die falsche Steuerlogik, auch wenn Kaufpreis und Miete stimmen. Preise stehen in der Tabelle. Steht dort „auf Anfrage“, gibt es keinen öffentlichen Listenpreis. Eine Null ist ein ausgewiesener Preis, keine fehlende Angabe.
Für den ersten Blick auf eine Wohnung genügen kostenlose Rechner mit österreichischen Kaufnebenkosten. flatwise zeigt Brutto- und Nettorendite sowie den Cashflow nach Kredit und nennt keinen Preis. rechner.immo hat einen eigenen Cashflow-Rechner für Österreich, ebenfalls ohne genannten Preis. ImmoAnalyse rechnet mit einem österreichischen Steuermodell. Der Free-Plan bleibt bei 0 € für eine Analyse, Pro kostet 15,99 € im Monat oder 9,99 € im Monat bei jährlicher Abrechnung.
Wer Besichtigungen behalten will, speichert sie bei kaufma aus Wien: 0 € für eine Immobilie, 9,99 € im Monat im Plus-Plan. Windfang deckt alle neun Bundesländer ab, der Kernrechner bleibt bei 0 €, Pro kostet 9,99 € im Monat oder 99,90 € im Jahr, auf der Seite gleich 8,33 € im Monat. Die Excel-Datei von ImmobilienExcel kostet einmalig 49,99 €. Zwei Browser-Tools mit österreichischem Zuschnitt vergleicht ImmoAnalyse vs. kaufma.
Bei einem entgeltlichen Erwerb unter Fremden 3,5 Prozent der Gegenleistung. Das ist der Regelfall für einen Wohnungskauf. Der Satz ist bundesweit gleich und hängt nicht vom Bundesland ab, anders als in Deutschland.
Nein. Die Staffel von 0,5 Prozent, 2 Prozent und 3,5 Prozent auf den Grundstückswert gilt für unentgeltliche Erwerbe im begünstigten Familienkreis. Ein Kaufvertrag mit Kaufpreis unter Fremden bleibt bei 3,5 Prozent der Gegenleistung. Ein Tool, das jeden Erwerb mit 0,5 Prozent startet, rechnet den normalen Ankauf zu billig.
Beim Kauf der Kaufpreis samt der Leistungen, die zur Gegenleistung gehören. Beim unentgeltlichen Erwerb der Grundstückswert nach der Grundstückswertverordnung, mit dem Stufentarif im Familienkreis. Die beiden Basen zu vertauschen verändert die Steuer stark, weil der Grundstückswert oft unter dem Marktpreis liegt.
Die Eingabegebühr für die Einverleibung des Eigentums beträgt 1,1 Prozent. Sie ist keine Steuer des Finanzamts, sondern eine Gerichtsgebühr, und sie fällt zusätzlich an. In der Nebenkostenzeile sollten beide Posten sichtbar sein.
1,2 Prozent der Pfandsumme, also der besicherten Kreditsumme, nicht des Kaufpreises. Finanzierst du nur einen Teil, ist die Gebühr entsprechend kleiner. Sie gehört zum Kapitaleinsatz des Kaufs, auch wenn sie an der Finanzierung hängt und nicht an der Grunderwerbsteuer.
Eine besondere Einkommensteuer auf Gewinne aus privaten Grundstücksveräußerungen. Seit 1. April 2016 beträgt der besondere Steuersatz 30 Prozent. Sie hat die frühere Spekulationsfrist als Regel für den Verkauf abgelöst. Der Gewinn ist die Differenz aus Veräußerungserlös und Anschaffungskosten, mit gesetzlich geregelten Ausnahmen und Pauschalen.
30 Prozent auf den steuerpflichtigen Gewinn im Regelfall. Bei Altvermögen führt die Pauschalmethode zu einer effektiven Belastung von 4,2 Prozent des Erlöses, weil nur 14 Prozent des Verkaufspreises als Gewinn fingiert werden. Das ist kein allgemeiner Satz von 4,2 Prozent auf jeden Verkauf.
Grundstücke, die vor dem 1. April 2002 angeschafft wurden und nicht schon nach früherem Recht steuerhängig waren. Für sie darfst du den pauschalen Gewinn von 14 Prozent des Erlöses ansetzen oder auf die tatsächlichen Kosten optieren. Neuvermögen nach diesem Stichtag wird mit dem echten Gewinn und 30 Prozent gerechnet, soweit keine Befreiung greift.
Wenn das Eigenheim seit der Anschaffung mindestens zwei Jahre ununterbrochen dein Hauptwohnsitz war, oder wenn es innerhalb der letzten zehn Jahre vor der Veräußerung mindestens fünf Jahre durchgehend Hauptwohnsitz war. Eine vermietete Wohnung erfüllt das nicht, auch wenn du sie früher kurz selbst bewohnt hast und die Fristen verfehlst.
Du hast das Gebäude selbst hergestellt, es nicht nur gekauft, und es hat in den letzten zehn Jahren nicht dazu gedient, Einkünfte zu erzielen. Dann kann der Veräußerungsgewinn von der ImmoESt befreit sein. Der Kauf einer fertigen Wohnung vom Bauträger ist keine Herstellung durch dich.
Nicht mehr als Regel. Die ImmoESt besteuert private Grundstücksgewinne unabhängig davon, ob du zehn Jahre gehalten hast. Steuerfrei wird ein Verkauf über die Befreiungen, vor allem Hauptwohnsitz und Herstellerbefreiung, nicht durch bloßes Abwarten. Ein deutsches Feld „nach zehn Jahren steuerfrei“ ist für Österreich falsch.
Sie erhöhen den Kapitaleinsatz. Die Bruttorendite teilt die Jahresmiete nur durch den Kaufpreis und lässt sie weg. Die Nettorendite auf das eingesetzte Kapital sollte Grunderwerbsteuer, 1,1 Prozent Grundbuch und 1,2 Prozent Pfandrecht enthalten. Sonst vergleichst du eine Wohnung in Wien mit einer Rechnung, die diese Posten ignoriert.
Ja, soweit sie auf den Erwerb der Liegenschaft entfällt. Sie erhöht den Kapitaleinsatz und damit die Basis, die du später bei der ImmoESt vom Erlös abziehst. In der laufenden Rendite wirkt sie nicht als jährlicher Aufwand, sondern als einmaliger Betrag am Anfang.
Bruttorendite ist Miete durch Kaufpreis. Der Cashflow nach Schuldendienst ist Miete minus nicht umlagefähige Kosten minus Kreditrate. Eine Wohnung kann 4 Prozent brutto abwerfen und nach einer hohen Annuität jeden Monat Geld brauchen. Beide Zahlen gehören in die Maske, keine ersetzt die andere.
Kaufpreis, Eigenmittel, Kreditsumme, Sollzinssatz, Fixzinsdauer, Tilgung oder Laufzeit und die Nebenkosten, die du aus Eigenmitteln oder mitfinanzierst. Ohne die Fixzinsdauer siehst du nicht, wann ein höherer Anschlusszins den Cashflow trifft. Die Pfandrechtseintragung hängt an der Kreditsumme und sollte in derselben Ansicht stehen.
Den vollen Betrag im Jahr der Rechnung als Ausgabe zeigen, auch wenn ein Teil steuerlich nur über die AfA wirkt. Eine sanierte Miete erst ansetzen, wenn sie vertraglich realistisch ist, nicht schon im Monat des ersten Angebots. Leerstand während der Arbeiten gehört in dasselbe Szenario.
Nicht für den ersten Kauf. Es wird nützlich, wenn du zwei oder drei Wohnungen hast und sehen willst, ob ein neues Darlehen die Liquidität der anderen frisst. Bis dahin reicht eine saubere Einzelrechnung mit Export, die du neben die Bankunterlagen legen kannst.
Dieselbe Wohnung mit dem heutigen Fixzins und mit einem höheren Satz nach Ende der Bindung. Oft kippt nur die zweite Variante in den negativen Cashflow. Wer nur den Einstiegszins zeigt, beschreibt die ersten Jahre und verschweigt die Anschlussfinanzierung.
Es kann den Gewinn aus deinen Eingaben mit 30 Prozent multiplizieren oder bei Altvermögen die 4,2-Prozent-Pauschale auf den Erlös legen. Befreiungen muss es abfragen, nicht raten. Die Schätzung ersetzt keine Auskunft der Steuerberatung, weil Anschaffungskosten, AfA-Korrekturen und der Hauptwohnsitz schnell vom Standardfall abweichen.
Am Länderkennzeichen AT und an einem Modul für die ImmoESt. Rechnet die Maske Grunderwerbsteuer mit deutschen Landessätzen oder blendet eine Spekulationsfrist von zehn Jahren als Steuerfreiheit ein, ist sie für Deutschland gebaut. Die Tabelle filtert über die Länder, die der Hersteller ausweist.
Wenn du unterwegs mehrere Objekte anlegst, die Fälle später wieder öffnest und nicht selbst Sätze für Grundbuch und Grunderwerbsteuer pflegen willst. Eine Tabelle bleibt besser, wenn du jede Formel sehen und an deine Beraterin schicken willst. Beides kann nebeneinander existieren, der Export ist dann die Brücke.
Anschaffungskosten getrennt nach Kaufpreis, Grunderwerbsteuer, Grundbuch, Pfandrecht und Makler, dazu Miete, Zinsen und den Gebäudeanteil, den du abschreibst. Eine einzelne Renditezahl ohne diese Aufstellung hilft bei der Einkommensteuererklärung wenig.
Es kann Lage, Mietniveau oder Infrastruktur als Annahme neben die Rendite stellen. Es ersetzt keine Besichtigung und kein Gutachten. Für Österreich ist wichtiger, dass die Steuerlogik stimmt, als dass eine Karte einen Bezirk einfärbt. Nutze den Standort als Zusatz, nicht als Ersatz für Kaufnebenkosten und ImmoESt.
Um viele geprüfte Liegenschaften mit Status zu führen, vom ersten Exposé bis zur Absage oder zum Kaufvertrag. Privatinvestoren mit einem Kauf im Jahr brauchen das selten. Bauträger und Ankäufer, die jede Woche rechnen, verlieren ohne Pipeline die Annahmen in einzelnen Dateien.
Der Hersteller nennt keinen öffentlichen Betrag. In der Sortierung nach dem günstigsten Preis stehen solche Angebote hinter jedem ausgewiesenen Zahlenpreis, auch hinter 0. Ein leeres Preisfeld ist etwas anderes: dazu gibt es gar keine Angabe, und es liegt noch weiter hinten.
Ob Grunderwerbsteuer, Grundbuch und Pfandrecht getrennt ausgewiesen werden, ob die ImmoESt Altvermögen und Hauptwohnsitz kennt, wie lange der Test läuft und in welchem Format du die Rechnung mitnimmst. Binding an ein Jahresabo lohnt erst, wenn ein echtes Objekt in der Testphase dieselben Nebenkosten ergibt wie deine eigene Kontrollrechnung.