Depot-Vergleich (Österreich)

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Depots 24/24
flatex AT
Depot
flatex AT
€0
DepotgebühriKonto- und Depotführung kostenfrei (Ausnahmen: Xetra-Gold, ADRs, GDRs).
€5,90
OrderkosteniÖsterreichische und deutsche Börsen: €5,90 bis €€3.500,9,90 bis €€12.500,19,90 darüber. USA/Kanada und sonstiges Ausland €15,90, ab €40.000 plus 0,04% auf den übersteigenden Teil.
€1,50
ETF-Sparplani1176 sparplanfähige ETFs
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Trade Republic
Depot
Trade Republic
€0
Depotgebühr
€1,00
Orderkosteni€1,00 Abwicklungskostenpauschale je Trade. Sparpläne ohne diese Pauschale.
€0,00
ETF-Sparplani1629 sparplanfähige ETFs
✓ Kostenlose Depotführung✓ Steuereinfaches Depot in Österreich
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DADAT
Depot
DADAT
€0
DepotgebühriNeukunden: keine Depotgebühr. Bestandskunden bis Ende 2026 0,05% p.a. auf andere Wertpapiere als Fonds (min. €2,90 je Position/Quartal).
€3,90 + 0,10%
OrderkosteniWiener Börse: Grundgebühr €3,90 plus 0,10% (max. €49,95), zzgl. Börsengebühren. gettex-FlatFee: €3,50 bis €€2.500,5,50 bis €€5.000,8,00 bis €€7.500,10,50 ab €7.500, zzgl. Clearing €1,10. Ausländische Börsen: €4,95 plus 0,15% (ab €25.000 0,125%, max. €49,95) plus Clearing. Stand Konditionenblatt dad.at.
€0,75 + 0,175%
ETF-Sparplani138 sparplanfähige ETFs
✓ Kostenlose Depotführung für Neukunden✓ Steuereinfaches Depot in Österreich
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Bitpanda
Depot
Bitpanda
€0
Depotgebühr
€1
Orderkosteni€1 je Aktien-/ETF-Trade plus Spread, ohne klassische Depotgebühr.
€0
ETF-SparplaniETF-Sparpläne mit €0 Kaufordergebühr. Weitere Kosten wie Spread möglich.
✓ Aktien und ETFs neben Krypto✓ Steuereinfaches Depot in Österreich
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easybank
Depot
easybank
0,10% p.a.
DepotgebühriVerwahrentgelt 0,10% p.a. (min. €4,50/Position bzw. €12,50/Depot zzgl. USt). Fonds außer ETFs €0. Neukundenaktion: keine Depot- und Kontoführungsgebühr laut easybank.
€4,95
OrderkosteniWien sowie Lang & Schwarz: €4,95 bis €€3.000,9,95 bis €€10.000,19,95 bis €25.000, darüber 0,175% max. €69,95. Ausländische Börsen: €7,95 bis €€3.000,14,95 bis €€10.000,28,95 bis €25.000, darüber 0,175% max. €69,95. Fremde Spesen extra. Preisblatt easy flat Depot.
€2 + 0,275%
ETF-Sparplani319 sparplanfähige ETFs
✓ Steuereinfaches Depot in Österreich
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Erste Bank
Depot
Erste Bank
€0 bis €50.000
DepotgebühriDepotführung bis €50.000 Depotwert kostenlos; darüber 0,015% monatlich plus 20% USt.
€3,99 + 0,19%
OrderkosteniBörslicher Kauf und Verkauf von Aktien, Renten, ETFs und weiteren börslichen Papieren: €3,99 plus 0,19% vom Kurswert. Ab 15 Transaktionen im Kalendermonat im Folgemonat 0,15% statt 0,19%. Wertpapier-Sparplan für Aktien, ETFs, Krypto-ETPs, Fonds und Zertifikate: €1 je ISIN. Konditionenblatt Selfinvest, Erste Bank.
€1,00 pro Wertpapier-Sparplan-Kauf
ETF-Sparplan
✓ Steuereinfaches Depot in Österreich✓ Verwaltung über die George App
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Interactive Brokers
Depot
Interactive Brokers
€0
DepotgebühriKeine Depotführungsgebühr.
0,05%
OrderkosteniMindestprovision: €1
verfügbar
ETF-Sparplan
✓ Zugang zu über 150 Börsenplätzen weltweit✓ Keine Depotführungsgebührnicht steuereinfach in Österreich
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Scalable Capital
FREE Broker
Scalable Capital
€0,99 / Monat
Depotgebühr
€0,99
OrderkosteniFREE: €0,99 je Order. Sparpläne €0. Verwahrung Baader Bank. Neukunden ab 08.10.2026: steuereinfach, österreichische IBAN.
€0,00
ETF-Sparplani1771 sparplanfähige ETFs
€25
Geldprämie
Neukunden in Österreich ab 08.10.2026: steuereinfach, österreichische IBAN. Tagesgeld 2,60% p.a. variabel, unbegrenzt, Bonuszins 1,10% p.a. bis 4.11.2026.
Zum Depot
✓ Steuereinfaches Depot in Österreich✓ Österreichische IBAN für Neukunden✓ ETF-Sparpläne ohne Ordergebühr
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Scalable Capital
PRIME+ Broker
Scalable Capital
€4,99 / Monat
Depotgebühr
€0
OrderkosteniPRIME+: €4,99/Monat. Trading-Flatrate: €0,00 Ordergebühr ab €250, sonst €0,99 pro Trade. Sparpläne €0. Verwahrung Baader Bank. Neukunden ab 08.10.2026: steuereinfach, österreichische IBAN.
€0,00
ETF-Sparplani1771 sparplanfähige ETFs
€25
Geldprämie
Neukunden in Österreich ab 08.10.2026: steuereinfach, österreichische IBAN. Tagesgeld 2,60% p.a. variabel, unbegrenzt, Bonuszins 1,10% p.a. bis 4.11.2026. PRIME+ €4,99/Monat, mit bis zu 5×€100.000 Einlagensicherung.
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✓ Steuereinfaches Depot in Österreich✓ Österreichische IBAN für Neukunden✓ Trading-Flatrate: €0 ab €250, sonst €0,99✓ ETF-Sparpläne ohne Ordergebühr
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SMARTBROKER+
Depot
SMARTBROKER+
€0
Depotgebühr
€0
Orderkostenigettex für Aktien, Anleihen, ETFs und Fonds: €0 ab €500 Ordervolumen, sonst €1. Tradegate, Lang & Schwarz und Baader Trading: €4. Xetra: €4 plus 0,01%, mindestens €1,50 börsenplatzabhängige Entgelte. Sparpläne auf Aktien und ETFs laut Preisverzeichnis entgeltfrei. Stand Konditionen smartbrokerplus.de.
€0,00
ETF-Sparplani1585 sparplanfähige ETFs
€50
Geldprämie
Erreiche innerhalb von 4 Wochen nach Eröffnung ein Gesamtguthaben von min. €500.
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✓ Keine laufende Depotgebührnicht steuereinfach in Österreich
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Trading 212
Depot
Trading 212
€0
Depotgebühr
€0
Orderkosteni0-Kommissions-Invest-Konto plus FX-Aufschlag und Spread. CFDs getrennt.
€0,00
ETF-Sparplani1675 sparplanfähige ETFs
✓ Kommissionsfreier Aktien- und ETF-Handelnicht steuereinfach in Österreich
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LYNX
Depot
LYNX
€0
Depotgebühr
0,14%
OrderkosteniMindestprovision: €5,80
nicht verfügbar
ETF-Sparplan
€50
Cashback
Über unseren Link kostenloses Depot bei LYNX eröffnen. Wertpapiere für min. €1.000 kaufen. €50 Cashback von Vestonaut erhalten.
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✓ Keine klassische Depotgebührnicht steuereinfach in Österreich
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Traders Place
Depot
Traders Place
€0
Depotgebühr
€0
Orderkostenigettex und Baader Trading, Aktien, ETFs, Fonds und Anleihen: €0 je Order, unter €500 Kurswert €0,95. Aktien-Sparpläne €0. Sonstige ETF- und Fonds-Sparpläne €0,50. Stand Konditionen tradersplace.de, Preisverzeichnis ab 17.08.2026.
€0,00
ETF-Sparplani2324 sparplanfähige ETFs
€136
Geldprämie + Cashback
Erhalte €60 von Traders Place und €76 von Vestonaut.
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✓ Keine laufende Depotgebührnicht steuereinfach in Österreich
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Finanzen invest
Depot
Finanzen invest
€0
Depotgebühr
€0
OrderkosteniBaader-Verwahrung, Ordermodell von Finanzen invest ohne laufende Depotgebühr.
€0,00
ETF-Sparplani1614 sparplanfähige ETFs
✓ Keine laufende Depotgebührnicht steuereinfach in Österreich
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eToro
Depot
eToro
€0
Depotgebühr
1 USD
OrderkosteniAktien: 1 USD oder 2 USD je Seite, je nach Börse. ETFs ohne Kommission. CFDs getrennt. Auszahlung vom USD-Konto und FX extra. Stand etoro.com/trading/fees.
0 USD
ETF-SparplaniETF-Trades ohne Kommission, auch über Recurring Investment beim Eröffnen.
✓ Keine Filial-Depotgebührnicht steuereinfach in Österreich
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Freedom24
Depot
Freedom24
€0
Depotgebühr
€1,20 + 0,5%
OrderkosteniAll-inclusive, im Gebührenverzeichnis als Standardtarif nach Ablauf eines Promo-Tarifs benannt: 0,5% vom Volumen plus €0,012 je Anteil plus €1,20 je Order für USA und Europa. Smart-Tarif wählbar: €2 je Order plus €0,02 je Anteil. Auto-Invest und Recurring Investment: 0 USD/EUR Kommission. Der Promo-Tarif mit €0 gilt nicht für Wohnsitz Österreich. Stand 19.08.2026.
€0
ETF-SparplaniETF-Sparplan bzw. Recurring Investment ohne Kommission, wöchentlich oder monatlich.
€1000
Geldprämie
Bis 31.12.2026 das kostenlose Depot über unseren Link eröffnen. Du bekommst eine Gratisaktie, wenn du das Depot eröffnest und min. €450 einzahlst. Die Aktie ist ca. $12 bis $700 wert.
Zum Depot
✓ Keine Filial-Depotgebührnicht steuereinfach in Österreich
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€0
Depotgebühr
€0
OrderkosteniInvestmentkonto ohne klassische Orderkommission, Kosten über Spread/FX. CFDs getrennt.
€0,00
ETF-Sparplani599 sparplanfähige ETFs
✓ Keine klassische Orderkommissionnicht steuereinfach in Österreich
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NAGA
Depot
NAGA
€0
Depotgebühr
€1
OrderkosteniDMA-Aktien außer rumänischen Aktien: €1 je ausgeführtem Ticket, Kauf und Verkauf getrennt. Rumänische Aktien: 0,30% je Seite. CFDs separat. Costs and Charges Policy, NAGA Markets Europe.
nicht verfügbar
ETF-Sparplan
€100
Cashback
Kostenloses NAGA-Depot über unseren Link als Neukunde eröffnen (seit min. 12 Monaten kein NAGA-Konto). €100 Cashback von Vestonaut: erste Einzahlung min. €250 (oder min. CHF 250 bzw. min. 350 USD), 60 Tage halten, min. 5 CFD-Trades à min. €5. Das Cashback kommt von Vestonaut, nicht von NAGA.
Zum Depot
✓ Keine klassische Depotgebührnicht steuereinfach in Österreich
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bank99
depot99
bank99
€0
DepotgebühriDepotführung bis 31.12.2026 aktionsweise gratis. Ab 2027 0,01% vom Kurswert plus €0,99 monatlich, jeweils zzgl. USt (ETFs und sonstige Wertpapiere).
€3,99 + 0,24%
OrderkosteniKauf und Verkauf von Aktien, ETFs, ETCs und ETNs: €3,99 plus 0,24% vom Kurswert, zzgl. Fremdspesen. Wertpapier-Sparplan: 0,99% vom Kurswert, ab €30 monatlich. Fonds ohne ETFs: 1,49% vom Kurswert.
0,99% vom Kurswert
ETF-Sparplani36 sparplanfähige ETFs
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Bank Austria
Depot
Bank Austria
0,235% p.a.
Depotgebühr
0,10%
OrderkosteniMindestprovision: €8
nicht verfügbar
ETF-Sparplan
✓ Steuereinfaches Depot in Österreich
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Bank Direkt
Depot
Bank Direkt
0,10% p.a.
Depotgebühr
€5,95 + 0,155%
OrderkosteniMein ELBA, Börse Wien: 0,155% bis €30.000 bzw. 0,125% ab €30.000 plus €5,95 Basisgebühr. Ausländische Börsen: derselbe Prozentsatz plus €9,95 Basisgebühr, zzgl. Handelsortentgelt. Außerbörslich über Mein ELBA: Prozentsatz plus €9,95.
1,90% Serviceentgelt zzgl. Handelsplatzspesen (Gesamtkosten ca. 2,2%)
ETF-Sparplani17 sparplanfähige ETFs
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0,25% p.a.
Depotgebühr
0,40%
OrderkosteniMindestprovision: €19
1,90%
ETF-SparplaniETF/ETC-Sparplan: 1,90% Serviceentgelt plus Handelsortentgelt, ohne Mindestgebühr.
✓ Steuereinfaches Depot in Österreich
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BAWAG
Depot
BAWAG
€1,14 / Monat
DepotgebühriStarter Depot bewirbt eine Depotgebühr ab etwa €3,70 monatlich; das Online-Depot liegt niedriger. Zusätzlich kann ein Prozentsatz vom Kurswert anfallen.
€4,50 + 0,30%
OrderkosteniOnline-Depot, Xetra Wien, Xetra Frankfurt und deutsche Regionalbörsen: €4,50 plus 0,30%. Lang & Schwarz: €4,50 plus 0,175%, Mindestorder €500. Fremde Spesen je nach Platz extra.
€2,00 + 0,275%
ETF-Sparplani21 sparplanfähige ETFs
✓ Steuereinfaches Depot in Österreich
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€0
Depotgebühr
IG Österreich handelt Aktien und ETFs als CFDs und Barriers. Es gibt keine Einzelaktien-Orderprovision eines Stückdepots. Kosten über Spread.
OrderkosteniIG Österreich handelt Aktien und ETFs als CFDs und Barriers. Es gibt keine Einzelaktien-Orderprovision eines Stückdepots. Kosten über Spread.
nicht verfügbar
ETF-Sparplan
✓ Depot via App verwalten✓ Kostenloses Musterdepotnicht steuereinfach in Österreich
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Depot und Verrechnungskonto

Ein Depot ist das Konto für deine Wertpapiere. Aktien, Anleihen und Fondsanteile liegen dort. Das Verrechnungskonto daneben bewegt das Geld. Käufe werden davon bezahlt. Verkäufe, Dividenden, Zinsen, Ausschüttungen und Steuererstattungen kommen dort an. Gebühren und die Kapitalertragsteuer bucht die Bank über dasselbe Konto ab.

Die Papiere bleiben dein Eigentum. Sie fallen nicht in die Insolvenzmasse der Bank. Du kannst die Herausgabe verlangen oder die Übertragung auf ein anderes Depot. Das Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist eine gewöhnliche Einlage. Dafür gilt die Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Person und Institut. Sparkassen und Raiffeisen sichern Einlagen über eigene Einrichtungen.

Können die Papiere im Sicherungsfall nicht herausgegeben werden, greift die Anlegerentschädigung. Für eine natürliche Person liegt die Obergrenze bei 20.000 Euro. Einen Kursverlust und eine fehlerhafte Beratung erfasst diese Entschädigung nicht. Einlagensicherung und Anlegerentschädigung laufen nebeneinander.

Die Steuerregeln in diesem Text gelten, wenn du in Österreich unbeschränkt steuerpflichtig bist und die Papiere im Privatvermögen hältst. Dafür genügt ein Wohnsitz oder der gewöhnliche Aufenthalt im Inland. Ein betriebliches Depot folgt anderen Regeln. Die Liste auf dieser Seite vergleicht private Depots.

KESt auf Aktien, Anleihen und Fonds

Dividenden, Anleihezinsen, Fondserträge und realisierte Kursgewinne werden mit 27,5 Prozent Kapitalertragsteuer besteuert. Der Satz steht für sich. Er erhöht den Tarif auf Gehalt oder Pension nicht. Zinsen auf Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld und Girokonto werden mit 25 Prozent besteuert. Das gilt auch für das Guthaben auf dem Verrechnungskonto.

Die Steuer entsteht beim Zufluss. Eine Dividende wird im Jahr der Ausschüttung erfasst, auch wenn du die Aktie behältst. Ein höherer Kurs in der Depotanzeige ist noch kein steuerbarer Gewinn. Erst der Verkauf setzt ihn fest. Bei einem Gewinn von 800 Euro beträgt die KESt 220 Euro. Solange du nicht verkaufst, bleibt der Buchgewinn ohne diese Steuer.

Behält eine inländische Stelle die KESt ein, ist die Einkommensteuer auf diese Erträge endbesteuert. In einem gewöhnlichen Privatdepot führst du sie dann nicht noch einmal in der Erklärung an. Die KESt gilt ab dem ersten Euro. Einen Betrag, den du bei der Bank hinterlegst und der den Abzug stoppt, gibt es nicht.

Depotgebühren darfst du bei diesem Satz nicht als Werbungskosten abziehen. Zinsen für einen Kredit auf das Depot darfst du ebenfalls nicht abziehen. Die Spesen des Verkaufs sind keine Werbungskosten. Das gilt auch nach einem Antrag auf den Einkommensteuertarif.

Ein realisierter Verlust mindert im selben Kalenderjahr andere Kapitaleinkünfte zum Satz von 27,5 Prozent. Dazu zählen Kursgewinne, Dividenden, Anleihezinsen und Fondserträge. Zinsen zum Satz von 25 Prozent bleiben unberührt. Ein Restverlust hebt die KESt des nächsten Jahres nicht auf.

Aktien und Fondsanteile, die du vor dem 1. Jänner 2011 gekauft hast, sind Altbestand. Der Kursgewinn aus dem Verkauf dieses Bestands ist nicht KESt-pflichtig. Ein Kursverlust daraus geht nicht in den Ausgleich. Dividenden, Ausschüttungen und ausschüttungsgleiche Erträge bleiben steuerpflichtig. Anleihen, die du vor dem 1. April 2012 gekauft hast, sind beim Kursgewinn ebenfalls Altbestand. Die Kupons daraus bleiben steuerpflichtig. Die Bank führt die Bestände getrennt.

Liegt dein Steuersatz auf das gesamte Einkommen unter 27,5 Prozent, kannst du die Regelbesteuerung beantragen. Die Kapitaleinkünfte werden dann nach dem Tarif besteuert. Die bereits einbehaltene KESt wird angerechnet. Der Antrag erfasst das gesamte Kapitalvermögen. Eine einzelne Position kannst du nicht herauslösen. Der Antrag gilt auch für Zinsen zum Satz von 25 Prozent. Dort lohnt er, sobald dein Tarif unter 25 Prozent liegt.

Steuereinfach und die Steuererklärung

Steuereinfach bedeutet, dass die depotführende Stelle die österreichische KESt ermittelt, einbehält und an das Finanzamt zahlt. Bei einem privaten Einzeldepot verrechnet sie Verluste und Gewinne innerhalb der Depots, die sie für dich führt. Mehrere Einzeldepots derselben Bank kann sie zusammenfassen. Eine andere Bank bleibt außen vor. Gemeinschaftsdepots, betriebliche Depots und Treuhanddepots nimmt sie vom automatischen Ausgleich aus.

Die Abrechnung ist der Beleg. Auf ihr stehen die KESt, eine ausländische Quellensteuer und der Stand des Ausgleichs. Den Abzug belegt die KESt-Zeile. Sprache der Oberfläche, die Kontonummer und der Produktname lassen ihn offen. Bei manchen Anbietern gilt der Abzug nur für neue Konten. Ältere Konten können noch ohne österreichische KESt laufen. Maßgeblich ist dein Konto.

In der Liste auf dieser Seite filterst du nach steuereinfach. Der Filter beschreibt das verglichene Angebot. Nach der ersten Dividende, dem ersten Kupon oder dem ersten Verkauf prüfst du die Abrechnung trotzdem.

Fehlt der österreichische Abzug, nimmst du Dividenden, Zinsen aus Wertpapieren, Fondserträge und realisierte Kursgewinne in die Einkommensteuererklärung auf. Der Satz bleibt 27,5 Prozent. Er ist vom Tarif auf das übrige Einkommen getrennt. Dafür brauchst du Kaufabrechnung, Verkaufsabrechnung, den Bruttoertrag und die im Ausland einbehaltene Steuer. Ein Steuerreport des Brokers sammelt die Zahlen. Die Erklärung ersetzt er nicht. Erträge aus der Zeit vor einer Umstellung bleiben für diesen Zeitraum erklärungspflichtig.

Über zwei Banken hinweg und mit ausländischen Erträgen beantragst du den Verlustausgleich in der Erklärung. Dieser Antrag betrifft den Ausgleich. Die Regelbesteuerung ist ein eigener Antrag. Sie erfasst alle Kapitaleinkünfte, die mit 27,5 oder 25 Prozent besteuert werden. Den Ausgleich innerhalb einer Bank weist das Steuerreporting aus. Die Stelle stellt es auf Verlangen aus.

Depotgebühr und Orderkosten

Die Depotgebühr ist das Entgelt für die Verwahrung. Im Preisblatt steht ein fester Betrag im Jahr, ein Prozentsatz des Depotwerts oder der Hinweis, dass keine Gebühr anfällt. Manche Bedingungen knüpfen den Entfall an den Depotwert, an einen Sparplan oder an eine Zahl von Orders. Ob du die Bedingung erfüllst, liest du im Konditionenblatt nach.

Eine Gebühr in Prozent steigt mit dem Depot. Eine feste Gebühr belastet ein kleines Depot im Verhältnis stärker. Du rechnest sie auf den Bestand, den du voraussichtlich hältst. Die Bank bucht sie vom Verrechnungskonto ab. Steuerlich kürzt sie den Gewinn zum Satz von 27,5 Prozent nicht.

Orderkosten fallen bei Kauf und Verkauf an. Dazu gehören ein festes Entgelt, ein Prozentsatz vom Kurswert, ein Mindestbetrag und häufig eine Gebühr des Handelsplatzes. In fremder Währung kommt der Preis für den Umtausch dazu. Die Ordermaske zeigt die Teile, die der Broker vor dem Absenden kennt.

Der Spread ist der Abstand zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Er steht oft nicht in der Gebührenzeile. Beim Kauf zahlst du ihn über den höheren Kurs, beim Verkauf über den niedrigeren. Eine kleine Order leidet unter einem festen Entgelt, weil derselbe Betrag auf wenig Kurswert trifft. Eine große Order leidet unter einem Prozentsatz. Du vergleichst die Kosten an deiner Stückzahl und an deinem Platz.

Die Tabelle stellt Depotgebühr, Orderkosten, ETF-Sparplan und Mindesteinlage nebeneinander. Die Sortierung nach der niedrigsten Depotgebühr oder den niedrigsten Orderkosten ändert die Reihenfolge. Verbindlich bleibt das Preisverzeichnis am Tag der Order. Aktionen und Preisblätter ändern sich. Eine Prämie zur Eröffnung lässt die KESt und die laufenden Entgelte unberührt.

Wiener Börse

Die Wiener Börse ist der Heimatmarkt für österreichische Aktien und für viele Anleihen österreichischer Schuldner. Aktien werden über Xetra gehandelt. ATX-Aktien kannst du über den Tag handeln. Der fortlaufende Handel beginnt frühestens um 9:00 Uhr. Um 17:30 Uhr beginnt die Schlussauktion. Manche Nebenwerte werden nur in einer Auktion um die Mittagszeit gehandelt. Ein Auftrag ohne Preisgrenze kann dort einen spürbar schlechteren Kurs erhalten. Ein Limit setzt den höchsten Kaufpreis.

Der ATX ist ein Preisindex aus 20 Aktien. Dividenden sind in seinem Stand nicht enthalten. Dafür gibt es Gesamtertragsindizes. Banken, Versicherungen, Industrie, Bau und Energie haben im ATX ein hohes Gewicht. Die Börse prüft die Zusammensetzung regelmäßig. Der Indexstand sagt nichts über eine einzelne Aktie aus.

Viele Titel notieren nicht in Wien. Ausländische Aktien kaufst du an einem Platz, den dein Broker anbietet. Das kann die Heimatbörse sein. Das kann auch ein anderer Markt mit Notiz in Euro sein. In der Maske stellst du Kurs, Spread, Platzgebühr und den Währungstausch nebeneinander. Ein Kurs in Euro nimmt die fremde Währung nicht in jedem Fall aus dem Geschäft. Sie kann schon im angezeigten Preis stecken. Steuerlich zählt der Unterschied in Euro zwischen Erlös und Anschaffungskosten. Die Bewegung des Wechselkurses steckt in diesem Euro-Gewinn.

Ob dein Depot Wien führt, siehst du bei den Handelsplätzen. Ein Auftrag in Wien hilft nur, wenn der Titel dort handelbar ist.

Einzelaktien

Mit einer Einzelaktie wirst du Miteigentümer der Gesellschaft. Kurs und Gewinn hängen an diesem Unternehmen. Eine Dividende gibt es nur, wenn die Gesellschaft sie beschließt. Auf einer Auszahlung über eine inländische Stelle werden 27,5 Prozent KESt einbehalten. Auf dem Verrechnungskonto kommt der Betrag nach diesem Abzug an.

Du suchst die Aktie über die ISIN. Österreichische Kennungen beginnen mit AT. In der Order wählst du Stückzahl, Handelsplatz und Auftragstyp. Ein Bestens-Auftrag nimmt den nächsten handelbaren Kurs. Ein Limit nennt den höchsten Kaufpreis oder den niedrigsten Verkaufspreis. Ein Stop-Auftrag wird erst ausgelöst, wenn der Kurs eine Schwelle berührt.

Ganze Stücke lassen sich auf ein anderes eigenes Depot übertragen. Bruchstücke entstehen vor allem dann, wenn eine Sparrate nicht für ein ganzes Stück reicht. Für Bruchstücke gibt es kein Stimmrecht auf der Hauptversammlung. Die Dividende wird anteilig gutgeschrieben. Bei einem Übertrag bleiben Bruchstücke in der Regel zurück. Du verkaufst sie vorher oder lässt sie liegen.

Auf eine ausländische Dividende greifen zwei Staaten zu. Der Quellenstaat behält eine Quellensteuer nach seinem Recht ein. Österreich besteuert dieselbe Dividende mit 27,5 Prozent. Auf einem inländischen Depot rechnet die Bank die einbehaltene ausländische Steuer an. Die Anrechnung endet bei 15 Prozent der Dividende. Bleiben von 100 Euro Dividende im Ausland 15 Euro, setzt die Bank noch 12,50 Euro KESt an. Behält das Ausland mehr ein, bleibt es auf diesem Depot bei 15 Euro Anrechnung. Den darüber hinausgehenden Betrag forderst du im Quellenstaat zurück, soweit das Abkommen das vorsieht. Ohne österreichischen Abzug erfasst du die Dividende in der Erklärung und rechnest die ausländische Steuer bis zum Satz des Abkommens an.

Eine einzelne Aktie kann stark an Wert verlieren. Mehrere Gesellschaften aus verschiedenen Branchen und Ländern verteilen das Risiko. Ein Fonds bündelt viele Titel in einem Anteil. Die Aktie hat keine laufende Kostenquote eines Fonds. Dafür zahlst du jede Order einzeln.

Anleihen im Depot

Mit einer Anleihe hältst du eine Forderung gegen den Emittenten. Gesellschaftsrechte wie das Stimmrecht einer Aktie sind damit nicht verbunden. Der Emittent schuldet die vereinbarten Zinsen und am Ende der Laufzeit die Rückzahlung. Schuldner sind die Republik, andere Gebietskörperschaften, Banken und Unternehmen. Die Bedingungen der einzelnen Anleihe legen Zinstermine, Laufzeit und Rückzahlung fest.

Kupons werden mit 27,5 Prozent KESt besteuert. Zinsen auf Sparbuch und Girokonto bleiben bei 25 Prozent. Kursgewinne aus Anleihen, die du ab dem 1. April 2012 gekauft hast, werden ebenfalls mit 27,5 Prozent besteuert, wenn die Anleihe öffentlich angeboten wurde. Behält eine inländische Stelle die Steuer ein, ist die Einkommensteuer auf diesen Ertrag endbesteuert.

Kaufst du zwischen zwei Zinsterminen, zahlst du Stückzinsen. Sie ersetzen dem Verkäufer den Zins seit dem letzten Termin. Der Kurs ohne diesen Anteil ist der Nettokurs. Nettokurs plus Stückzinsen ergeben den Betrag für das Papier. Spesen kommen dazu. Dein Verrechnungskonto muss Kurs, Stückzinsen und Spesen decken. Gezahlte Stückzinsen sind Anschaffungskosten. Am Kauftag wird darauf keine KESt einbehalten. Den vollen Kupon am Zinstermin behandelt die Stelle als Zinsen. Stückzinsen, die du beim Verkauf erhältst, gehören zum Veräußerungserlös.

Kurse stehen in Prozent vom Nennwert. Steigen die Marktzinsen, fallen die Kurse bereits laufender Anleihen mit festem Zins. Vor dem Laufzeitende verkaufst du zum dann erzielbaren Kurs. Bei wenig Handel kann der gewünschte Preis fehlen. Die Rückzahlung hängt an der Zahlungsfähigkeit des Emittenten. Ein höherer Kupon ist häufig der Preis für ein höheres Ausfallsrisiko. Anleihen fallen nicht unter die Einlagensicherung. Liegt der Erlös schon auf dem Verrechnungskonto, zählt dieses Guthaben zur Einlagensicherung und zu deren Obergrenze.

Ob das Depot einzelne Anleihen führt, steht in seinem Angebot. Manche Stellen handeln nur Fonds auf Anleihen. Dann hältst du einen Fondsanteil und nicht die einzelne Schuldverschreibung. Wien notiert viele heimische Anleihen. Dein Broker entscheidet, ob du die ISIN dort oder an einem anderen Platz orderst.

ETF-Sparplan

Ein ETF-Sparplan kauft in festen Abständen Anteile an einem börsengehandelten Fonds. Du legst den Fonds, die Rate und den Rhythmus fest. Am Ausführungstag kauft der Broker zum dann verfügbaren Kurs. Ein Limit wie bei einer Einzelorder setzt du dabei nicht. Reicht die Rate nicht für einen ganzen Anteil, bucht er ein Bruchstück.

Nach dem Preisblatt kostet die Ausführung einen Prozentsatz der Rate oder einen festen Betrag. Manche Preisblätter weisen kein eigenes Ausführungsentgelt aus. Der Spread bleibt in jedem Fall. Ein Prozentsatz wächst mit der Rate. Ein fester Betrag trifft eine kleine Rate härter. Du rechnest die Ausführung auf die Rate, die du wirklich überweist. Mindestrate, Intervalle und die Zahl der sparplanfähigen ETFs stehen je Anbieter in der Tabelle. Maßgeblich bleibt das Preisblatt.

Die Fondskostenquote zieht der Fonds innen ab. Sie erscheint nicht als Orderzeile auf deiner Abrechnung. Sie verkleinert die Wertentwicklung des Anteils. Du vergleichst sie im Fondsprospekt, getrennt von Depotgebühr und Sparplanentgelt.

Auch ein thesaurierender ETF kann jedes Jahr KESt auslösen, obwohl nichts auf dein Konto fließt. Bei einem Meldefonds meldet ein steuerlicher Vertreter die Zahlen an die österreichische Meldestelle. Der Sitz des Fonds im Ausland schließt diese Meldung nicht aus. Besteuert werden die Ausschüttung und die ausschüttungsgleichen Erträge. Einbehaltene Zinsen und Dividenden zählen mit. Von den Gewinnen, die der Fonds durch eigene Verkäufe erzielt und nicht ausschüttet, werden 60 Prozent angesetzt. Gewinne auf Papieren, die der Fonds noch hält, bleiben in diesem laufenden Betrag außen vor. Sie stecken im Anteilspreis und werden bei deinem Verkauf erfasst. Immobilienfonds können von diesen Ansätzen abweichen. Die KESt auf deiner Abrechnung geht vor.

Die ausschüttungsgleichen Erträge gelten mit der Veröffentlichung der Meldung als zugeflossen. Die Bank bucht 27,5 Prozent KESt vom Verrechnungskonto. Dafür braucht das Konto Guthaben, auch ohne Auszahlung aus dem Fonds. Der schon versteuerte Betrag erhöht die Anschaffungskosten. Beim Verkauf zählt er dadurch nicht noch einmal als Kursgewinn. Wird ein bereits versteuerter Ertrag später ausgezahlt, ist diese Zahlung steuerfrei und senkt die Anschaffungskosten wieder. Besteuert wird, wer den Anteil am Meldetag hält. Das gilt auch für Anteile, die kurz vorher gekauft wurden. Den Ausgleich bringen dieselben höheren Anschaffungskosten.

Fehlt die Meldung, liegt ein Nicht-Meldefonds vor. Die Bank schätzt die ausschüttungsgleichen Erträge. Sie nimmt 90 Prozent des positiven Unterschieds zwischen dem ersten und dem letzten Rücknahmepreis im Kalenderjahr. Mindestens setzt sie 10 Prozent des Rücknahmepreises am Jahresende an. Steigt der Preis von 100 auf 120 Euro, sind 90 Prozent des Anstiegs 18 Euro und 10 Prozent des Endpreises 12 Euro. Angesetzt werden 18 Euro. Fällt der Preis, ist der positive Unterschied null. Dann bleiben die 10 Prozent des Jahresendpreises. Die Steuer kann also anfallen, obwohl der Anteil nachgegeben hat.

Ausschüttungen im selben Jahr kommen extra dazu. Sie werden von der Pauschale nicht abgezogen. Ohne Meldung ist die Ausschüttung zur Gänze steuerpflichtig. Die Pauschale gilt am 31. Dezember als zugeflossen. Die geschätzten Beträge erhöhen die Anschaffungskosten. Beim späteren Verkauf wird der Gewinn dadurch kleiner. Bis dahin zahlst du die KESt jedes Jahr auf der Pauschale. Die tatsächliche Höhe kannst du mit den Unterlagen nachweisen, die sonst ein steuerlicher Vertreter an die Meldestelle schickt. Ohne diesen Nachweis bleibt die Pauschale.

Depot vergleichen und wechseln

Zuerst klärst du die Steuer an genau diesem Konto. Der Filter steuereinfach grenzt die Liste ein. Ob dein späteres Konto denselben Abzug hat, siehst du an der Abrechnung. Fehlt der Abzug, planst du die Einkommensteuererklärung von Anfang an ein, samt Belegen für das Ausland und für andere Banken.

Danach rechnest du die Kosten an deinem Verhalten. Wenige große Orders spürst du an der Depotgebühr und am Orderpreis. Monatliche kleine Beträge spürst du am Sparplanentgelt und am Spread. Käufe an einer Börse in fremder Währung spürst du am Umtausch. Eine Mindesteinlage entscheidet, ob du das Depot eröffnen kannst. Die vier Kennzahlen in jeder Zeile zeigen Depotgebühr, Orderkosten, ETF-Sparplan und Mindesteinlage so, wie sie veröffentlicht sind.

Ein Übertrag auf ein Depot, das dir selbst gehört, löst keine KESt aus, wenn die Anschaffungsdaten mitgehen. Kaufdatum, Kosten und die Eigenschaft als Altbestand bleiben erhalten. Gibst du die Daten nicht weiter, kann die abgebende Stelle die Entnahme wie einen Verkauf behandeln und auf den Neubestand KESt einbehalten. Fehlen der neuen Stelle die Anschaffungskosten, setzt sie oft einen Pauschalwert an. Ein Verkauf auf dieser Grundlage ist nicht endbesteuert. In der Erklärung setzt du die echten Kosten an. Ob der Übertrag je Position berechnet wird, steht im Preisverzeichnis.

Bruchstücke wandern bei einem Übertrag in der Regel nicht mit. Die ganzen Stücke überträgt die abgebende Stelle. Die Bruchstücke verkaufst du vorher oder lässt sie zurück. Vor dem Wechsel prüfst du, ob Wien, deine Auslandstitel, einzelne Anleihen und der ETF-Sparplan beim neuen Depot vorhanden sind. Der Orderpreis allein entscheidet den Wechsel nicht.

Häufige Fragen

Was brauche ich für ein Depot in Österreich?

Du brauchst ein Wertpapierdepot und ein Verrechnungskonto bei einer Bank oder einem Broker, der für in Österreich ansässige Personen eröffnet. Nach dem Identitätsnachweis überweist du Geld und erteilst die Order über die ISIN.

Auf dem Depot liegen die Stücke. Über das Verrechnungskonto laufen Zahlung, Erlös, Ertrag und Gebühr. Die Liste auf dieser Seite zeigt private Depots mit Depotgebühr, Orderkosten, ETF-Sparplan und Mindesteinlage.

Wozu ist das Verrechnungskonto da?

Käufe werden vom Verrechnungskonto bezahlt. Verkäufe, Dividenden, Kupons, Ausschüttungen und Erstattungen werden dort gutgeschrieben. Auch Depotgebühr und KESt bucht die Bank über dieses Konto.

Ohne Guthaben oder einen eingeräumten Rahmen wird die Order nicht ausgeführt. Das Guthaben ist eine Bankeinlage. Es fällt unter die Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Person und Institut.

Gehören die Wertpapiere bei einer Pleite der Bank zur Masse?

Die Stücke auf dem Depot verwahrt die Bank für dich. Sie gehören nicht zur Insolvenzmasse. Du kannst die Herausgabe oder die Übertragung auf ein Depot bei einer anderen Stelle verlangen.

Können die Papiere pflichtwidrig nicht herausgegeben werden, greift die Anlegerentschädigung bis 20.000 Euro für eine natürliche Person. Ein reiner Kursverlust und eine falsche Beratung fallen darunter nicht.

Was deckt die Einlagensicherung beim Depot ab?

Die Einlagensicherung gilt für Guthaben auf dem Verrechnungskonto, also für Verkaufserlöse und Erträge, sobald sie dort gutgeschrieben sind. Die Obergrenze liegt bei 100.000 Euro je Person und Institut. Sparkassen und Raiffeisen haben eigene Sicherungseinrichtungen.

Diese Grenze erfasst die Wertpapiere selbst nicht. Sie bleiben dein Eigentum. Einlagensicherung und Anlegerentschädigung werden nicht zu einem gemeinsamen Topf zusammengerechnet.

Für wen gelten die KESt-Regeln in diesem Text?

Sie gelten, wenn du in Österreich unbeschränkt steuerpflichtig bist und die Papiere im Privatvermögen hältst. Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Inland reicht dafür aus.

Ein betriebliches Depot folgt anderen Regeln. Die Liste auf dieser Seite vergleicht private Depots. Für ein Firmendepot gelten eigene Konditionen und eine eigene steuerliche Zuordnung.

Wann fällt auf Wertpapiere KESt an?

KESt wird fällig, wenn eine Dividende, ein Kupon oder ein Fondsertrag zufließt. Ein Kursgewinn wird fällig, wenn du ihn realisierst. Ein höherer Stand in der Depotanzeige reicht dafür nicht.

Bei einem steuereinfachen Privatdepot behält die Bank die Steuer im Zeitpunkt der Gutschrift oder der Verkaufsabrechnung ein. Fehlt dieser Abzug, rechnest du die Steuer in der Einkommensteuererklärung ab.

Wie rechne ich die KESt auf einen Verkaufsgewinn?

Der Satz beträgt 27,5 Prozent vom realisierten Gewinn. Bei 800 Euro Gewinn sind das 220 Euro. Verkaufsspesen kürzen diesen Gewinn bei diesem Satz nicht als Werbungskosten.

Der Satz erhöht den Tarif auf dein Gehalt nicht. Solange du die Stücke hältst, bleibt ein Buchgewinn ohne diese Steuer. Erst Verkauf, Tausch oder eine Entnahme, die wie ein Verkauf behandelt wird, setzt den Gewinn fest.

Wie werden Dividenden österreichischer Aktien besteuert?

Eine inländische auszahlende Stelle behält 27,5 Prozent KESt ein. Die Gutschrift auf dem Verrechnungskonto ist dann der Betrag nach diesem Abzug. Mit dem richtigen Abzug ist die Einkommensteuer auf diese Dividende endbesteuert.

Du prüfst die Abrechnung trotzdem. Liegt die Aktie bei einer Stelle ohne österreichischen Abzug, bleibt die Dividende erklärungspflichtig. Der Satz in der Erklärung bleibt 27,5 Prozent.

Welcher Satz gilt für Zinsen auf dem Verrechnungskonto?

Zinsen auf Bankeinlagen werden mit 25 Prozent besteuert. Dazu gehören das Verrechnungskonto, das Sparbuch, Tagesgeld und Festgeld. Dividenden, Anleihezinsen und Kursgewinne aus Wertpapieren liegen bei 27,5 Prozent.

Die beiden Sätze werden getrennt behandelt. Ein Verlust aus einem Wertpapier mindert die Steuer auf die 25-Prozent-Zinsen nicht. Die Zinsen mindern auch nicht die Steuer auf deine Wertpapiere.

Gibt es einen Freibetrag vor der KESt auf Wertpapiere?

Die KESt auf Wertpapiere wird ab dem ersten Euro einbehalten. Einen Betrag, den du bei der Bank hinterlegst und der den Abzug aussetzt, gibt es dabei nicht. Dasselbe gilt für die 25 Prozent auf Zinsen der Bankeinlage.

Liegt dein Tarif auf das gesamte Einkommen unter 27,5 Prozent, kannst du die Regelbesteuerung beantragen. Die schon einbehaltene KESt wird dann auf die Tarifsteuer angerechnet. Den Antrag stellst du für das gesamte Kapitalvermögen.

Was bedeutet ein steuereinfaches Depot?

Die depotführende Stelle rechnet die österreichische KESt auf die erfassten Erträge aus, behält sie ein und führt sie an das Finanzamt ab. Bei einem privaten Einzeldepot macht sie zusätzlich den Verlustausgleich innerhalb dieser Stelle.

Steuereinfach beschreibt diese Abwicklung. Es sagt nichts über den Orderpreis oder die Handelsplätze. Den Beleg liefert die Abrechnung mit einer KESt-Zeile. Der Filter in der Liste zeigt, welche verglichenen Angebote so geführt werden.

Woran erkenne ich, ob mein Konto steuereinfach ist?

Du erkennst es an der Abrechnung. Dort stehen KESt, eine allfällige Quellensteuer und der Stand des Verlustausgleichs. Eine deutschsprachige App und eine österreichische Kontonummer ersetzen diese Zeile nicht.

Bei manchen Anbietern unterscheidet sich ein neues Konto von einem älteren. Erträge aus der Zeit ohne österreichischen Abzug bleiben in diesem Zeitraum erklärungspflichtig. Maßgeblich ist dein Konto, nicht der Produktname allein.

Muss ich endbesteuerte Erträge in der Steuererklärung anführen?

Wurde die KESt richtig einbehalten und kommt keine weitere Option dazu, führst du diese Erträge nicht noch einmal an. Die Endbesteuerung erledigt die Einkommensteuer für genau diese Beträge.

Eine Erklärung wird nötig, wenn du Verluste über zwei Banken ausgleichen willst, die Regelbesteuerung beantragst oder der Abzug auf einer Pauschale bei den Anschaffungskosten beruht. Erträge einer Stelle ohne KESt-Abzug gehören ebenfalls in die Erklärung.

Wie gehe ich mit einem Depot ohne österreichischen KESt-Abzug um?

Du nimmst Dividenden, Wertpapierzinsen, Fondserträge und realisierte Kursgewinne in die Einkommensteuererklärung auf. Der besondere Satz von 27,5 Prozent gilt auch dort. Er bleibt vom Tarif auf das übrige Einkommen getrennt.

Dafür sammelst du Kauf, Verkauf, Bruttoertrag und die im Ausland einbehaltene Steuer. Ein Report des Brokers hilft beim Zusammentragen. Er ersetzt die Erklärung nicht. Ausländische Steuer rechnest du bis zum Satz des jeweiligen Abkommens an.

Wie funktioniert der Verlustausgleich im Privatdepot?

Ein realisierter Verlust mindert positive Kapitaleinkünfte desselben Kalenderjahres, die mit 27,5 Prozent besteuert werden. Deine inländische Depotbank verrechnet das bei privaten Einzeldepots von sich aus. Mehrere Einzeldepots derselben Bank kann sie zusammenfassen.

Gemeinschaftsdepots, betriebliche Depots und Treuhanddepots bleiben vom automatischen Ausgleich ausgenommen. Depots bei einer anderen Bank gleicht sie nicht von selbst aus. Den Ausgleich über zwei Banken stellst du in der Erklärung. Das Steuerreporting der Bank forderst du bei Bedarf an.

Kann ein Aktienverlust die Steuer auf Sparzinsen senken?

Ein Verlust aus Aktien mindert Kursgewinne, Dividenden, Anleihezinsen und Fondserträge zum Satz von 27,5 Prozent. Zinsen auf Sparbuch, Girokonto und Verrechnungskonto zum Satz von 25 Prozent bleiben außen vor.

Umgekehrt kürzen diese Zinsen auch nicht die Steuer auf deine Aktien. Die beiden Sätze werden im Ausgleich nicht vermischt. Mehr als die schon abgeführte KESt auf die verrechenbaren Erträge wird nicht erstattet.

Was passiert mit einem Verlust, den ich heuer nicht ausgleichen kann?

Verrechnet wird nur bis zur Höhe der passenden positiven Einkünfte im selben Kalenderjahr. Ein Beispiel: Verlust 500 Euro, Dividende 200 Euro. Ausgeglichen werden 200 Euro, erstattet werden 55 Euro KESt.

Die übrigen 300 Euro heben die KESt des nächsten Jahres nicht auf. Ein Vortrag solcher Verluste ist im Privatvermögen nicht vorgesehen. Deshalb prüfst du vor einem Verkauf mit Verlust, ob im selben Jahr überhaupt verrechenbare Erträge anfallen.

Was ist Altbestand?

Aktien und Fondsanteile, die du vor dem 1. Jänner 2011 gekauft hast, sind Altbestand. Der Kursgewinn aus diesem Verkauf ist nicht KESt-pflichtig. Ein Kursverlust daraus geht nicht in den Ausgleich. Laufende Dividenden und Fondserträge bleiben steuerpflichtig.

Anleihen, die du vor dem 1. April 2012 gekauft hast, sind beim Kursgewinn ebenfalls Altbestand. Die Kupons werden weiterhin besteuert. Was du nach dem jeweiligen Stichtag gekauft hast, ist Neubestand und beim Verkauf steuerpflichtig. Die Bank trennt die Bestände.

Was bewirkt der Antrag auf den Einkommensteuertarif?

Mit der Regelbesteuerung werden deine Kapitaleinkünfte nach dem Tarif besteuert. Die bereits einbehaltene KESt wird angerechnet. Der Antrag lohnt sich, wenn dein Tarif unter 27,5 Prozent liegt, bei Sparzinsen unter 25 Prozent.

Der Antrag gilt für das gesamte Kapitalvermögen in diesem Jahr. Eine einzelne Aktie, Anleihe oder einen einzelnen Fonds nimmst du nicht aus. Depotgebühren werden auch in diesem Weg nicht als Werbungskosten abgezogen.

Sind Depotgebühren Werbungskosten?

Depotgebühren darfst du bei der KESt von 27,5 Prozent nicht abziehen. Zinsen für einen Kredit auf das Depot darfst du ebenfalls nicht abziehen. Die Spesen des Verkaufs sind bei diesem Satz keine Werbungskosten.

Das gilt auch dann, wenn du die Regelbesteuerung beantragst. In der Kostenrechnung deines Depots zählen die Gebühren trotzdem. Sie mindern, was nach Steuern und Entgelten übrig bleibt, auch wenn das Finanzamt sie bei diesem Satz nicht anerkennt.

Wie lese ich Depotgebühr und Orderkosten in der Tabelle?

Jede Zeile zeigt die veröffentlichten Angaben zu Depotgebühr, Orderkosten, ETF-Sparplan und Mindesteinlage. Die Sortierung nach der niedrigsten Gebühr ändert die Reihenfolge der Zeilen. Welches Depot zu deinen Orders passt, rechnest du danach selbst.

Du rechnest die Zahlen an deinen Orders, an deiner Rate und an deinem Bestand nach. Verbindlich ist das Preisverzeichnis, das du vor der Eröffnung und vor der Order öffnest. Aktionen können auslaufen. Der Filter steuereinfach steht neben diesen Kosten und ersetzt sie nicht.

Welche Bestandteile haben Orderkosten?

Typisch sind ein festes Entgelt, ein Prozentsatz vom Kurswert und ein Mindestbetrag. Dazu kommt häufig eine Gebühr des Handelsplatzes. In fremder Währung kommt der Preis für den Umtausch dazu.

Die Ordermaske zeigt die Teile, die der Broker vor dem Absenden kennt. Der Spread liegt oft außerhalb dieser Anzeige. Die Tabelle fasst die veröffentlichten Orderkosten zusammen. Den vollen Preis einer konkreten Order siehst du in der Maske.

Wann wiegt ein festes Orderentgelt schwerer als ein Prozentsatz?

Ein fester Betrag trifft eine kleine Order härter, weil er auf wenig Kurswert entfällt. Ein Prozentsatz trifft eine große Order härter, weil er mit dem Kurswert mitwächst. Dieselbe Logik gilt für die Ausführung eines Sparplans.

Deshalb vergleichst du zwei Fälle, wenn du beide handelst. Einmal die einzelne große Order. Einmal die kleine monatliche Rate samt Spread. Ein Depot kann im ersten Fall günstig und im zweiten teuer sein.

Was kommt beim Handel in fremder Währung dazu?

Notiert das Papier in Dollar oder einer anderen Währung, tauscht der Broker Euro. Dafür gibt es einen Kurs und häufig einen Aufschlag. Die Höhe steht im Preisverzeichnis und kann sich ändern. Ein Euro-Kurs an einem anderen Platz nimmt die Währung nicht in jedem Fall aus dem Preis.

Steuerlich zählt der Gewinn in Euro. Die Bewegung des Wechselkurses zwischen Kauf und Verkauf steckt in diesem Betrag. Du vergleichst deshalb Kurs, Spread, Platzgebühr und Umtausch gemeinsam, bevor du den Auftrag abschickst.

Wann handle ich über die Wiener Börse?

Wien ist der passende Platz, wenn die österreichische Aktie oder die heimische Anleihe dort handelbar ist und Kurs sowie Entgelte zusammenpassen. ATX-Titel werden über den Tag gehandelt. Der fortlaufende Handel beginnt frühestens um 9:00 Uhr, die Schlussauktion um 17:30 Uhr.

Manche Nebenwerte haben nur eine Auktion um die Mittagszeit. Dort ist ein Limit sinnvoll, weil ein Auftrag ohne Preisgrenze einen schlechteren Kurs bekommen kann. Ob dein Depot Wien überhaupt anbietet, siehst du bei den Handelsplätzen.

Was sagt mir der ATX?

Der ATX ist ein Preisindex aus 20 Aktien der Wiener Börse. Dividenden stecken in seinem Stand nicht. Für die Entwicklung samt Ausschüttung gibt es Gesamtertragsindizes. Banken, Versicherungen, Industrie, Bau und Energie wiegen schwer.

Die Börse prüft die Zusammensetzung regelmäßig. Der Stand sagt nichts darüber, wie eine einzelne Aktie in deinem Depot läuft. Er ersetzt auch nicht den Blick auf Spread und Orderkosten des konkreten Titels.

Wie wird eine ausländische Dividende in Österreich besteuert?

Der Quellenstaat behält eine Quellensteuer ein. Österreich besteuert dieselbe Dividende mit 27,5 Prozent. Auf einem inländischen Depot rechnet die Bank die einbehaltene ausländische Steuer an. Die Anrechnung endet bei 15 Prozent der Dividende. Bei 100 Euro brutto und 15 Euro ausländischer Steuer bleiben 12,50 Euro KESt.

Liegt die ausländische Steuer über 15 Euro, bleibt die Anrechnung auf diesem Depot bei 15 Euro. Den Rest forderst du im Quellenstaat zurück, soweit das Abkommen es zulässt. Ohne österreichischen Abzug erfasst du die Dividende in der Erklärung und rechnest bis zum Satz des Abkommens an.

Wofür eignet sich eine Einzelaktie, und wofür ein ETF?

Die Einzelaktie macht dich Miteigentümer einer Gesellschaft. Du trägst ihren Kurs und ihre Dividendenpolitik. Jede Order bezahlst du selbst. Eine laufende Fondskostenquote gibt es bei der Aktie nicht.

Ein ETF bündelt viele Titel in einem Anteil. Die Kostenquote zieht der Fonds innen ab. Dafür streust du mit einem Auftrag breiter als mit einer einzelnen Gesellschaft. Beide liegen im selben Depot und unterliegen in Österreich der KESt von 27,5 Prozent auf ihre steuerpflichtigen Erträge.

Was passiert am Ausführungstag eines ETF-Sparplans?

Der Broker kauft zum dann verfügbaren Kurs. Ein Limit wie bei einer Einzelorder gibst du dabei nicht vor. Reicht die Rate nicht für einen ganzen Anteil, entsteht ein Bruchstück. Die Dividende oder Ausschüttung wird anteilig gutgeschrieben, sobald der Fonds sie zahlt.

Was die Ausführung kostet, steht im Preisblatt. Das kann ein Prozentsatz der Rate sein, ein fester Betrag oder ein ausgewiesener Entfall des Ausführungsentgelts. Der Spread bleibt. Bruchstücke lassen sich beim späteren Depotwechsel oft nicht übertragen.

Wie werden Zinsen einer Anleihe besteuert?

Kupons einer Anleihe werden mit 27,5 Prozent KESt besteuert. Das ist derselbe Satz wie bei einer Dividende. Die 25 Prozent gelten für Zinsen auf Sparbuch und Konto, nicht für den Kupon. Behält eine inländische Stelle die Steuer ein, ist die Einkommensteuer auf diesen Kupon endbesteuert.

Kursgewinne aus öffentlich angebotenen Anleihen, die du ab dem 1. April 2012 gekauft hast, werden ebenfalls mit 27,5 Prozent besteuert. Anleihen aus der Zeit davor sind beim Kursgewinn Altbestand. Ihre Kupons bleiben steuerpflichtig.

Was sind Stückzinsen, und wie fließen sie in die Steuer?

Stückzinsen sind der Zinsanteil seit dem letzten Zinstermin. Beim Kauf zahlst du ihn an den Verkäufer, beim Verkauf erhältst du ihn vom Käufer. Dein Verrechnungskonto muss beim Kauf Kurs, Stückzinsen und Spesen decken.

Gezahlte Stückzinsen sind Anschaffungskosten. Am Kauftag wird darauf keine KESt einbehalten. Den vollen Kupon am Zinstermin behandelt die Stelle als Zinsen. Stückzinsen, die du beim Verkauf gutgeschrieben bekommst, gehören zum Veräußerungserlös.

Sind Anleihen von der Einlagensicherung erfasst?

Anleihen sind Wertpapiere und keine Spareinlage. Die Einlagensicherung bis 100.000 Euro gilt für sie nicht. Du trägst die Zahlungsfähigkeit des Emittenten. Ein höherer Kupon ist häufig der Preis für ein höheres Risiko.

Die Stücke in deinem Depot bleiben dein Eigentum, auch wenn die verwahrende Bank ausfällt. Geld, das als Kupon oder Verkaufserlös schon auf dem Verrechnungskonto liegt, zählt zur Einlagensicherung. Kann die Bank die Papiere nicht herausgeben, bleibt daneben die Anlegerentschädigung bis 20.000 Euro.

Fällt auf einen thesaurierenden ETF jährlich KESt an?

Ja, sobald ausschüttungsgleiche Erträge angesetzt werden. Der Fonds zahlt dir dann nichts aus, die Bank bucht die KESt trotzdem vom Verrechnungskonto. Dafür sollte dort Guthaben liegen. Bei einem Meldefonds sind einbehaltene Zinsen und Dividenden erfasst. Von den Gewinnen, die der Fonds selbst realisiert und nicht ausschüttet, werden 60 Prozent angesetzt.

Gewinne auf Papieren, die der Fonds noch hält, bleiben bis zu deinem Verkauf im Anteilspreis. Der schon versteuerte laufende Ertrag erhöht die Anschaffungskosten, damit er beim Verkauf nicht ein zweites Mal zählt. Bei einem Nicht-Meldefonds gilt stattdessen die Pauschale.

Woran erkenne ich einen Meldefonds, und was gilt ohne Meldung?

Ein Meldefonds hat einen steuerlichen Vertreter, der Ausschüttung und ausschüttungsgleiche Erträge an die österreichische Meldestelle meldet. Der Sitz des Fonds im Ausland schließt das nicht aus. Die Bank führt die KESt auf Basis dieser Meldung ab. Wer den Anteil am Meldetag hält, wird mit dem gemeldeten Betrag je Anteil erfasst.

Ohne Meldung schätzt die Bank die ausschüttungsgleichen Erträge. Sie nimmt 90 Prozent des positiven Preisunterschieds im Kalenderjahr, mindestens 10 Prozent des Rücknahmepreises am Jahresende. Ausschüttungen kommen extra dazu und sind ohne Meldung zur Gänze steuerpflichtig. Die Pauschale gilt am 31. Dezember als zugeflossen. Du kannst die tatsächlichen Erträge mit den nötigen Unterlagen nachweisen. Ohne Nachweis bleibt die Schätzung.

Ist der Übertrag auf ein neues Depot ein Verkauf?

Ein Übertrag auf ein Depot, das dir gehört, löst keine KESt aus, wenn die Anschaffungsdaten mitgehen. Kaufdatum, Kosten und Altbestand bleiben dann erhalten. Gibst du die Daten nicht weiter, kann die abgebende Stelle die Entnahme wie einen Verkauf behandeln und auf den Neubestand KESt einbehalten.

Ob der Übertrag je Position etwas kostet, steht im Preisverzeichnis der abgebenden Stelle. Bruchstücke wandern in der Regel nicht mit. Vorher prüfst du, ob Wien, deine Auslandstitel, einzelne Anleihen und der ETF-Sparplan beim neuen Depot vorhanden sind.

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