Mit der Frühstartrente zahlt der Staat ab 2027 für jedes Kind zwischen 6 und 18 Jahren €10 im Monat in ein eigenes Vorsorgedepot. Über zwölf Jahre kommen so bis zu €1.440 zusammen, die bis zur Rente angelegt bleiben.
Damit das Geld fließt, brauchst du für dein Kind einen zertifizierten Standarddepot-Vertrag. Unten siehst du, welche Anbieter ihn planen und wer noch abwartet.
Stand 19.10.2026: Der Bundestag hat die Frühstartrente am 16.10.2026 beschlossen. Der Bundesrat muss noch zustimmen, die nächste reguläre Sitzung ist am 20.11.2026. Verkündet ist das Gesetz noch nicht.
Zertifiziert ist bisher kein Produkt. Alle Angaben der Anbieter sind Ankündigungen.
Gezahlt wird ab dem Monat des 6. Geburtstags bis zum Monat vor dem 18. Geburtstag. Das sind 144 Monate oder höchstens €1.440 pro Kind. Der Staat überweist das Geld vierteljährlich rückwirkend an den Anbieter, zuständig ist die Zulagenstelle bei der Deutschen Rentenversicherung Bund.
Anspruch hat jedes Kind ab Jahrgang 2020 mit erstem Wohnsitz in Deutschland. Wo die Eltern wohnen, spielt keine Rolle. Einen Antrag musst du nicht stellen, der Anbieter erledigt das mit der Steuer-ID deines Kindes.
Zusätzlich dürfen Eltern, Großeltern oder andere bis zu €6.840 im Jahr einzahlen. Die Erträge bleiben bis zur Rente steuerfrei, versteuert wird erst bei der Auszahlung.
Eine Modellrechnung mit eigenen Annahmen (5% Rendite, 0,2% Kosten): Aus den €1.440 vom Staat werden bis zum 18. Geburtstag rund €1.900 und ohne weitere Einzahlung bis 67 rund €19.000. Legen die Großeltern zwölf Jahre lang monatlich €25 dazu, wächst das Depot bis 67 auf etwa €67.000.
Verträge kannst du frühestens ab dem 1. Januar 2027 abschließen. Im ersten Jahr sind die Jahrgänge 2020 und 2021 dabei. Für Kinder aus 2020 wird die Förderung rückwirkend ab Januar 2026 gezahlt.
Ab 2028 kommt jedes Jahr der Jahrgang hinzu, der in diesem Jahr sechs wird. Ältere Kinder erhalten keine Förderung.
Schließt du keinen Vertrag ab, geht das Geld nicht verloren. Der Bund sammelt es in einem Sondervermögen Frühstartrente, das die Bundesbank breit gestreut in weltweite Aktien anlegt. Für den Jahrgang 2020 beginnt diese Anlage erst 2028.
Schließt du später einen Vertrag ab, wird der Anteil deines Kindes automatisch übertragen. Spätestens bis zum 35. Geburtstag muss das passieren, sonst fällt das Geld an den Bund zurück. Zuzahlungen in die Sammelanlage sind nicht möglich.
Ein Juniordepot ist ein normales Depot auf den Namen des Kindes. Das Geld ist mit 18 frei verfügbar, Erträge werden laufend versteuert, und Förderung gibt es keine. Für Ausbildung, Führerschein oder die erste Wohnung ist es deshalb die flexiblere Wahl. Anbieter findest du im Juniordepot Vergleich.
Die Frühstartrente ist dagegen fest für das Alter reserviert. Mit 18 endet die Förderung, der Vertrag kann aber als Altersvorsorgedepot weiterlaufen. Ist dein Kind dann förderberechtigt, kommen Grundzulage und einmalig €200 Berufseinsteigerbonus hinzu. Alternativ lässt sich das Guthaben in einen anderen zertifizierten Vertrag übertragen.
Beides schließt sich nicht aus: Viele Familien werden für das Kind eine Frühstartrente und zusätzlich ein frei verfügbares Juniordepot führen.