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Geschäftskonto ohne Grundgebühr in Österreich

Dieser Vergleich stellt österreichische Geschäftskonten gegenüber, bei denen der Anbieter für die Kontoführung selbst keine Grundgebühr ansetzt. Die fehlende Grundgebühr beschreibt nur diesen einen Preisbestandteil. Einzug, Überweisung, Karte und Bareinzahlung können daneben eigene Entgelte haben, sobald das Konditionenblatt sie nennt.

Für den Betrieb zählt, ob Lastschriften des Finanzamts und der Sozialversicherung der Selbständigen durchlaufen und ob ein Wechsel der IBAN zwischen zwei Quartalen sauber umgemeldet wird. Eine Null in der Monatszeile ändert diesen Kalender nicht.

Einzüge von Finanzamt und SVS

Umsatzsteuervoranmeldung, Einkommensteuer-Vorauszahlung, Vorschreibung der SVS, Miete und Lieferanten treffen dieselbe IBAN, die zur Tätigkeit gehört. Der Einzug des Finanzamts braucht ein gültiges SEPA-Mandat auf die Nummer, die in FinanzOnline hinterlegt ist. Nach einem Wechsel muss das Mandat auf die neue IBAN zeigen, sonst kommt die Abbuchung zurück.

Gutschriften der SVS gehen auf das Konto, das dort als Beitrags- oder Auszahlungskonto gemeldet ist. Es sollte dasselbe Betriebskonto sein, über das die Vorschreibungen laufen, damit Nachbemessung und Gutschrift in einer Belegstrecke liegen. Viele Betriebe legen Steuer und Beiträge auf einem Unterkonto zur Seite. Ob Unterkonten im Tarif liegen, ist eine eigene Frage und folgt nicht aus der fehlenden Grundgebühr.

Bargeld und einzelne Buchungsentgelte

Marktstand, Geschäft mit Abendkasse oder eine Praxis mit Barhonorar müssen Scheine auf das Konto bringen. Filiallose Angebote ermöglichen die Einzahlung über eine Partnerstelle oder bieten keinen Weg für Bargeld. Der Preis dafür steht bei den Bareinzahlungen und nicht bei der Kontoführung. Eine Überweisung kommt elektronisch an. Nur dieser zweite Weg ist mit einem rein digitalen Konto ohne Einzahlungsstelle selbstverständlich.

Kartenzahlungen an der Kasse erzeugen viele kleine Posten. Manche Tarife zählen sie in ein Freikontingent, andere rechnen jeden Posten. Wer viele Belege hat, liest diese Zählweise, bevor die fehlende Grundgebühr den Ausschlag gibt. Maßgeblich ist die Definition im Preisblatt, nicht die Überschrift des Angebots.

Voraussetzungen, die erst später geprüft werden

Hängt ein Tarif ohne Grundgebühr an Umsatz oder an einer Zahl von Eingängen, prüft der Anbieter das oft erst am Monats- oder Quartalsende. Ein stilles Quartal nach der Anmeldung kann die Voraussetzung verfehlen, obwohl die Eröffnung selbst nichts gekostet hat. Planen Sie den Alltag nach der Phase, in der die Bedingung gilt, und nicht nur den Eröffnungsmonat.

Kostenfreie Startphasen enden zu dem Datum, das im Konditionenblatt steht. Danach gilt der reguläre Aufbau. Zeichnungsrechte, eine zweite Karte und weitere Nutzer sind Leistungen für sich. Sie können im Tarif enthalten sein oder extra ausgewiesen werden. Die Zeile zur Kontoführung beantwortet das nicht. Die Eröffnung bleibt eine Entscheidung der Bank. Sie prüft die Identität und kann die wirtschaftliche Lage einschätzen, auch wenn danach keine Grundgebühr anfällt.

Schutz der Einlagen und Wechsel der Kontonummer

Die gesetzliche Einlagensicherung gilt bis 100.000 Euro je Einleger und Kreditinstitut. Beim Einzelunternehmen ist die Person der Einleger: Privatkonto und Geschäftskonto bei derselben Bank teilen sich diesen Rahmen. Eine GmbH, eine FlexCo oder eine AG ist eigene Einlegerin, ihr Guthaben steht neben dem privaten Konto der Gesellschafter. Institute aus einem anderen EU-Staat sichern über das System ihres Herkunftslands, ebenfalls in dieser Höhe.

Ein Wechsel trifft Lastschriften von Finanzamt, SVS, Vermieter und Lieferanten. Ein ruhiger Zeitpunkt liegt nach einer verbuchten Voranmeldung und bevor die Daueraufträge des nächsten Quartals anlaufen. Alte und neue IBAN sollten sich überlappen, bis Rückläufer ausbleiben. Bereits ausgegebene Zahlscheine zeigen die alte Nummer. Neue Rechnungen müssen die neue IBAN tragen.

Häufige Fragen

Kann das Finanzamt die Voranmeldung von jedem Geschäftskonto einziehen?

Der Einzug braucht ein gültiges SEPA-Mandat auf die IBAN, die in FinanzOnline hinterlegt ist. Die Höhe der Grundgebühr spielt dafür keine Rolle. Nach einem Wechsel muss das Mandat auf die neue IBAN zeigen, sonst kommt die Abbuchung zurück.

Wohin überweist die SVS eine Gutschrift?

Die Gutschrift geht auf das Konto, das bei der SVS als Beitrags- oder Auszahlungskonto gemeldet ist. Das sollte dasselbe Betriebskonto sein, über das die Vorschreibungen laufen, damit Nachbemessung und Gutschrift in einer Belegstrecke liegen.

Was unterscheidet eine Tageslosung von einer Überweisung?

Die Losung ist Bargeld aus der Kasse und muss physisch eingezahlt werden. Eine Überweisung kommt elektronisch an. Nur der zweite Weg ist mit einem rein digitalen Konto ohne Einzahlungsstelle selbstverständlich.

Braucht ein Marktstand eine Einzahlungsmöglichkeit, auch ohne Grundgebühr?

Ja, sobald Kunden bar zahlen. Ohne Filiale oder Partnerstelle bleibt die Losung außerhalb des Kontos, und die Buchhaltung verliert die Spur zwischen Kasse und Bank. Die fehlende Grundgebühr ersetzt diesen Weg nicht.

Teilen sich Privat- und Geschäftsguthaben einer Person die Einlagensicherung?

Bei derselben Bank und demselben Einleger teilen sich Privat- und Geschäftsguthaben den Schutz. Ein Einzelunternehmer ist eine Person, deshalb erhöhen zwei Konten den Rahmen von 100.000 Euro nicht. Eine GmbH ist dagegen eine eigene Einlegerin.

Gilt derselbe Schutz, wenn die Bank aus einem anderen EU-Land kommt?

Die Höhe des Schutzes ist dieselbe. Zuständig ist die Sicherungseinrichtung im Herkunftsstaat und nicht automatisch die österreichische Einlagensicherung. Die Kontoeröffnung nennt die zuständige Stelle.

Warum bestehen manche Vermieter auf einer österreichischen IBAN?

SEPA-Überweisungen funktionieren auch mit einer ausländischen IBAN. Manche Vertragspartner, Ämter oder Förderstellen wollen trotzdem eine IBAN, die mit AT beginnt, weil ihre Formulare darauf eingerichtet sind. Das steht in deren Vorgabe und nicht im Kontotarif.

Kann eine GmbH das Stammkapital auf einem Konto ohne Grundgebühr einzahlen?

Die Grundgebühr ist dafür gleichgültig. Die Bank muss die Einzahlung bestätigen und das Geld der Geschäftsführung zur freien Verfügung halten, bevor das Firmenbuchgericht einträgt. Ob der Tarif das für eine Gesellschaft in Gründung anbietet, entscheidet der Anbieter.

Folgt aus einer fehlenden Grundgebühr ein zweites Zeichnungsrecht?

Nein. Zeichnungsrechte, Rollen und eine zweite Karte sind Leistungen für sich. Sie können im Tarif enthalten sein oder extra ausgewiesen werden. Die Zeile zur Kontoführung sagt darüber nichts.

Was ist vor dem Wechsel mit dem Mandat des Finanzamts zu tun?

Sie hinterlegen die neue IBAN in FinanzOnline und warten, bis der nächste Einzug dort ansetzt. Parallel stellen Sie die SVS und weitere Dauerauftraggeber um. Das alte Konto schließen Sie erst, wenn keine Rückläufer mehr offen sind.

Zählen Kassenzahlungen mit Karte als eigene Buchungen?

Das legt der Anbieter fest. Häufig gelten Karteneingänge, Lastschriften und Rückbuchungen als Buchungen und verbrauchen ein Freikontingent. Maßgeblich ist die Definition im Preisblatt.

Entfällt bei fehlender Grundgebühr die Prüfung durch die Bank?

Nein. Die Eröffnung bleibt eine Entscheidung des Instituts. Es prüft die Identität und kann die wirtschaftliche Lage einschätzen, auch wenn danach keine Grundgebühr anfällt.

Fragen österreichische Banken dafür die Schufa ab?

Für ein Konto in Österreich ist die deutsche Schufa nicht das Auskunftssystem. Die Institute entscheiden selbst. Ziehen sie eine Auskunftei bei, sind das österreichische Stellen wie der KSV 1870.

Ist ein Anderkonto die gebührenfreie Form eines Geschäftskontos?

Nein. Ein Anderkonto verwahrt Fremdgeld, etwa bei Rechtsanwälten, Notaren oder Treuhändern, nach berufsrechtlichen Regeln. Das eigene Honorar und die Betriebsausgaben laufen über das Geschäftskonto. Die beiden Konten ersetzen einander nicht.

Wozu ein zweites Konto, wenn das erste keine Grundgebühr hat?

Viele Betriebe legen Umsatzsteuer, Einkommensteuer und SVS auf einem Unterkonto zur Seite, damit die nächste Vorschreibung nicht die Lieferantenrechnung trifft. Ob Unterkonten im Tarif liegen, ist eine eigene Frage.

Was geschieht mit offenen Zahlscheinen nach dem IBAN-Wechsel?

Bereits ausgegebene Zahlscheine zeigen die alte IBAN. Neue Rechnungen müssen die neue Nummer tragen, sonst geht die Zahlung auf das Konto, das geschlossen werden sollte. Gespeicherte Empfänger bei Kunden behalten die alte Nummer, bis sie ausgetauscht wird.

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