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Geschäftskonto für FlexCo (Österreich)

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Geschäftskonto für eine FlexCo in Österreich

Diese Übersicht hilft bei der Wahl eines Geschäftskontos für eine Flexible Kapitalgesellschaft in Österreich, kurz FlexCo oder FlexKapG. Die Rechtsform gibt es seit 1. Jänner 2024. Sie ist eine eigene Rechtsträgerin und entsteht mit der Eintragung im Firmenbuch, deshalb lautet das Konto auf die Gesellschaft und nicht auf die Gründerinnen und Gründer.

Beim Stammkapital und bei der Bankbestätigung ähnelt die FlexCo der GmbH. Der Unterschied, der für das Konto zählt, liegt bei den Anteilen: Neben gewöhnlichen Geschäftsanteilen kann die Gesellschaft Unternehmenswert-Anteile ausgeben. Diese Beteiligung öffnet das Online-Banking nicht.

Stammkapital und Bezeichnung der Firma

Das Mindeststammkapital beträgt 10.000 Euro, die Hälfte davon ist bar einzuzahlen. Die Bank bestätigt die Einzahlung für das Firmenbuch. Ein gewöhnlicher Geschäftsanteil muss mindestens einen Euro betragen. Ein Unternehmenswert-Anteil kann schon ab einem Cent lauten und ist bei der Übernahme sofort in voller Höhe zu leisten.

Die Firma enthält den Zusatz Flexible Kapitalgesellschaft oder Flexible Company, abgekürzt FlexCo oder FlexKapG. Unter diesem Wortlaut führt die Bank das Konto. Ein Produktname ohne Rechtsformzusatz reicht für die Eröffnung nicht. Die Bank übernimmt den Wortlaut aus dem Firmenbuch.

Unternehmenswert-Anteile ohne Bankzugriff

Unternehmenswert-Anteile sind für die Beteiligung von Mitarbeitenden gedacht. Zusammengenommen dürfen sie 25 Prozent des Stammkapitals nicht erreichen. Sie tragen im Regelfall kein Stimmrecht und machen die Inhaberin oder den Inhaber nicht zur zeichnungsberechtigten Person. Verfügen dürfen die Geschäftsführung und allenfalls Prokuristen nach dem Firmenbuch.

Die Beteiligung taucht bei den wirtschaftlichen Eigentümern auf, sobald die Schwellen dafür greifen, und in der Kapitalmaßnahme, mit der der Anteil entsteht. Ein Anteil unter der meldepflichtigen Schwelle ändert das Konto nicht. Ein Anteil darüber schon, auch wenn die Person nicht zeichnet. Die Geschäftsführung meldet das gegenüber dem Register und gegenüber der Bank.

Beschlüsse und Freischaltung der Zeichner

Umlaufbeschlüsse und die innere Ordnung sind bei der FlexCo beweglicher als bei der klassischen GmbH. Für die Bank zählt trotzdem nur, wer im Firmenbuch vertreten darf. Ein Beschluss, der eine neue Geschäftsführung bestellt, wirkt auf das Konto erst nach der Eintragung und der Freischaltung. Bis dahin bleibt das alte Mandat bestehen.

Die Übertragung von Anteilen ist formell leichter gehalten als die notarielle Abtretung eines klassischen GmbH-Anteils. Welche Urkunde das Institut für die wirtschaftlichen Eigentümer dennoch sehen will, richtet sich nach der Legitimationsprüfung. Die Werbezeile des Kontotarifs sagt darüber nichts.

Frisches Kapital, Steuer und Umwandlung in eine AG

Eine Kapitalerhöhung ist für das Firmenbuch erst belegbar, wenn die Einlage auf dem Konto der Gesellschaft liegt und der Geschäftsführung zur freien Verfügung steht. Eine Überweisung auf das Privatkonto einer Gründerin ersetzt das nicht, auch wenn der Betrag am nächsten Tag weitergeleitet wird. Beschluss, Übernahmeerklärung und Bankbestätigung gehören zusammen.

Gewinne unterliegen der Körperschaftsteuer von 23 Prozent. Fehlt ein Gewinn, bleibt die Mindestkörperschaftsteuer von 500 Euro im Jahr. Gesellschafter sehen Geld über Gehalt, über eine anerkannte Rechnung oder über eine beschlossene Ausschüttung. Auf Ausschüttungen an natürliche Personen behält die Gesellschaft 27,5 Prozent Kapitalertragsteuer ein. Ein späterer Formwechsel in eine AG kann das Rechtssubjekt erhalten. Die Bank aktualisiert dann Firma, Rechtsform und Organe.

Häufige Fragen

Seit wann lässt sich in Österreich eine FlexCo gründen?

Eine FlexCo lässt sich seit 1. Jänner 2024 gründen. Ältere Gesellschaftsverträge kennen diese Rechtsform nicht. Wer vorher eine GmbH gegründet hat, bleibt GmbH, bis ein bewusster Wechsel beschlossen und eingetragen ist.

Wie hoch ist das Stammkapital, das die Bank bestätigen muss?

Das Mindeststammkapital beträgt 10.000 Euro. Davon sind 5.000 Euro bar einzuzahlen, bevor die Bank die Bestätigung für das Firmenbuch ausstellt. Der Rest kann als noch nicht geleistete Einlage im Gesellschaftsvertrag stehen, soweit das Gesetz das zulässt.

Gibt ein Unternehmenswert-Anteil Zugriff auf das Online-Banking?

Aus dem Anteil folgt kein Zugriff auf das Online-Banking. Zugriff bekommen Personen, die die Geschäftsführung als Zeichner meldet und die das Institut freischaltet. Mitarbeiterbeteiligung und Bankmandat sind zwei getrennte Schritte.

Wie viele Unternehmenswert-Anteile darf die Gesellschaft ausgeben?

Zusammengenommen weniger als ein Viertel des Stammkapitals. Darüber hinaus sind gewöhnliche Geschäftsanteile zu verwenden. Die Bank prüft diese Obergrenze nicht als Merkmal des Tarifs. Die Beteiligungsliste muss sie aushalten, wenn Investoren die Eigentümerstruktur sehen.

Was steht in der Firma auf dem Konto?

In der Firma steht der Rechtsformzusatz Flexible Kapitalgesellschaft oder Flexible Company beziehungsweise die Abkürzung FlexCo oder FlexKapG. Die Bank übernimmt den Wortlaut aus dem Firmenbuch und nicht einen Kurznamen aus dem Produkt.

Unterscheidet sich die Körperschaftsteuer von der einer GmbH?

Im Steuersatz unterscheiden sich FlexCo und GmbH nicht. Beide zahlen 23 Prozent auf den Gewinn und 500 Euro Mindestkörperschaftsteuer im Jahr, wenn keine höhere Steuer anfällt. Der Unterschied liegt in den Anteilsarten, in den Beschlüssen und im vorgesehenen Weg in eine AG.

Dürfen Gründer das eingezahlte Kapital in den ersten Wochen privat nutzen?

Das Guthaben gehört der Gesellschaft. Betriebsausgaben, die das Geschäft deckt, sind davon zu unterscheiden. Eine Überweisung auf das Privatkonto ohne Leistungsbeziehung oder Beschluss ist eine unzulässige Rückzahlung der Einlage.

Wer meldet neue wirtschaftliche Eigentümer nach einer Mitarbeiterbeteiligung?

Die Geschäftsführung, gegenüber dem Register der wirtschaftlichen Eigentümer und gegenüber der Bank. Ein Anteil unter der meldepflichtigen Schwelle ändert das Konto nicht. Ein Anteil darüber schon, auch wenn die Person keine Zahlung zeichnet.

Braucht die Übernahme eines Unternehmenswert-Anteils eine eigene Überweisung?

Die Einlage ist sofort voll zu leisten und sollte auf dem Gesellschaftskonto eingehen, mit einem Verwendungszweck, der die Kapitalmaßnahme nennt. Eine Verrechnung über das Gehalt ohne klaren Zufluss ist für das Firmenbuch schwer belegbar.

Kann die FlexCo später eine AG werden, ohne das Konto neu aufzusetzen?

Der Formwechsel ist gesetzlich vorgesehen und kann dasselbe Rechtssubjekt erhalten. Die Bank aktualisiert Firma, Rechtsform und Organe nach dem neuen Firmenbuchstand. Ob sie dieselbe IBAN weiterführt, entscheidet das Institut.

Muss ein Aufsichtsrat das Konto mitüberwachen?

Allein die Rechtsform FlexCo verlangt keinen Aufsichtsrat. Eine Pflicht entsteht erst ab den gesetzlichen Größen. Solange keiner bestellt ist, zeichnet die Geschäftsführung. Die Bank richtet kein zusätzliches Kontrollgremium ein.

Reichen Umlaufbeschlüsse als Nachweis für neue Zeichner?

Sie dokumentieren die innere Willensbildung. Die Bank schaltet Zeichner nach dem Firmenbuch frei. Liegt die Eintragung noch nicht vor, bleibt das bisherige Mandat bestehen, auch wenn der Beschluss schon unterschrieben ist.

Dürfen Investoren den Betrag auf ein privates Zwischenkonto zahlen?

Für die Kapitalerhöhung zählt der Eingang auf dem Konto der Gesellschaft zur freien Verfügung der Geschäftsführung. Ein privates Zwischenkonto erzeugt eine Lücke zwischen Zahlung und Einlage. Die Bankbestätigung knüpft an das Gesellschaftskonto an.

Wie läuft die Ausschüttung an eine natürliche Person?

Nach einem wirksamen Beschluss überweist die Gesellschaft den Nettobetrag und führt 27,5 Prozent Kapitalertragsteuer an das Finanzamt ab. Personen mit Unternehmenswert-Anteilen erhalten nur dann etwas, wenn der Beschluss sie einbezieht.

Lohnt die FlexCo für ein einzelnes Lokal ohne Mitarbeiterbeteiligung?

Sie kann der Träger sein, muss es aber nicht. Ohne geplante Beteiligung, ohne Investoren und ohne Umwandlungsabsicht leistet die GmbH oft dasselbe bei gleichem Mindestkapital. Die FlexCo trägt die zusätzliche Mechanik, wenn Anteile sich bewegen sollen.

Welche Unterlagen liegen bei der Eröffnung auf?

Zur Eröffnung gehören Gesellschaftsvertrag, Firmenbuchauszug sobald er vorliegt, Ausweise der Geschäftsführung, Nachweis der Stammeinlage und die Erklärung zu den wirtschaftlichen Eigentümern. Für eine Gesellschaft in Gründung kommt die Bankbestätigung hinzu, die das Gericht verlangt.

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