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Geschäftskonto für Aktiengesellschaft AG (Österreich)

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Geschäftskonto für eine Aktiengesellschaft in Österreich

Dieser Vergleich behandelt das Geschäftskonto einer österreichischen Aktiengesellschaft, also das Konto der Gesellschaft selbst. Aktionärinnen und Aktionäre sind nicht die Inhaber dieses Kontos, auch wenn ihnen die Aktien gehören. Überweisungen, Löhne und die Steuer der AG laufen über die Gesellschaft.

Die AG entsteht mit der Eintragung im Firmenbuch. Vorher bestätigt die Bank, dass das eingeforderte Grundkapital eingegangen ist und der Geschäftsleitung frei zur Verfügung steht. Das private Konto eines Aktionärs ersetzt diese Bestätigung nicht.

Höhe des Grundkapitals und Nachweis der Einlage

Eine österreichische Aktiengesellschaft braucht mindestens 70.000 Euro Grundkapital. Davon ist vor der Eintragung mindestens ein Viertel bar einzuzahlen, bei der Mindestgründung also 17.500 Euro. Ein Aufgeld ist zur Gänze zu leisten. Wer weniger Kapital binden will, bleibt bei der GmbH oder der FlexCo, die jeweils bei 10.000 Euro Stammkapital ansetzen.

Die Bankbestätigung für das Gericht hält fest, welcher Betrag eingegangen ist. Ohne sie trägt das Firmenbuchgericht die AG nicht ein. Nach der Eintragung steht das Geld der Gesellschaft für ihren Betrieb zur Verfügung und ist keine Privatentnahme der Aktionäre.

Vertretung durch den Vorstand

Gezeichnet wird, wer die Gesellschaft nach Satzung und Firmenbuch vertritt. Das ist der Vorstand, ergänzt um Prokuristinnen und Prokuristen, deren Prokura eingetragen ist. Der Besitz von Aktien gibt dieses Recht nicht. Aktionäre ohne Organfunktion entscheiden in der Hauptversammlung und sehen nicht deshalb den Zahlungsverkehr.

Auch eine AG mit einer einzigen Aktionärin hat einen Aufsichtsrat. Er überwacht den Vorstand und besteht aus mindestens drei Mitgliedern, die nicht zugleich den Vorstand bilden. Arbeitnehmervertreter kommen hinzu, sobald das Arbeitsverfassungsrecht sie vorsieht. Die Bank führt Aufsichtsratsmitglieder nicht als Zeichner, solange die Satzung ihnen keine Vertretung einräumt.

Dividende und Vergütung der Organe

Dividende, Kapitalerhöhung und die Auflösung von Rücklagen beruhen auf Beschlüssen, nicht auf einer privaten Absprache. Die Bank führt die Zahlung aus, wenn die Vertretung zeichnet und Deckung vorhanden ist. Ob der Beschluss gesellschaftsrechtlich trägt, prüft die Gesellschaft mit ihrer Beratung.

Vorstandsbezüge und Aufsichtsratsvergütungen verlassen das Konto mit einem eigenen Verwendungszweck, getrennt von Lieferantenrechnungen und von der Dividende. Bei einer Ausschüttung an eine natürliche Person behält die AG 27,5 Prozent Kapitalertragsteuer ein und führt sie an das Finanzamt ab. Der Nettobetrag an die Aktionäre und die Steuer an das Finanzamt sind zwei Buchungen desselben Beschlusses.

Mindeststeuer und Formwechsel in die AG

Die Körperschaftsteuer beträgt 23 Prozent des Gewinns. Fehlt ein steuerpflichtiger Gewinn, bleibt die Mindestkörperschaftsteuer von 3.500 Euro im Jahr, zahlbar in Quartalsbeträgen vom Gesellschaftskonto. Soweit sie die spätere Steuer übersteigt, wird sie angerechnet. Sie geht nicht vom Privatkonto eines Aktionärs ab.

Eine Flexible Kapitalgesellschaft kann in eine AG formgewechselt werden. Bei einem identitätswahrenden Wechsel bleibt dasselbe Rechtssubjekt bestehen. Die Bank braucht dann die neue Firma, den neuen Firmenbuchstand und die aktuelle Vertretung. Ob die IBAN erhalten bleibt, entscheidet das Institut.

Häufige Fragen

Wie hoch ist das Mindestgrundkapital einer österreichischen AG?

Das Mindestgrundkapital beträgt 70.000 Euro. Mit einem geringeren Betrag lässt sich eine AG nicht errichten. GmbH und FlexCo setzen dagegen beim Stammkapital von 10.000 Euro an und kommen ohne den gesetzlich vorgeschriebenen Aufsichtsrat der AG aus.

Wie viel muss vor der Eintragung auf dem Konto der AG liegen?

Vor der Eintragung muss mindestens ein Viertel des Grundkapitals in bar auf dem Konto liegen. Bei der Mindestgründung sind das 17.500 Euro, zuzüglich eines allfälligen Aufgelds in voller Höhe. Die Bank bestätigt dem Firmenbuchgericht den eingegangenen Betrag und die freie Verfügung der Geschäftsleitung.

Warum hat auch eine Einpersonen-AG einen Aufsichtsrat?

Weil das Aktiengesetz den Aufsichtsrat für diese Rechtsform vorschreibt. Er entsteht nicht erst ab einer bestimmten Mitarbeiterzahl. Mindestens drei Mitglieder überwachen den Vorstand und gehören ihm nicht gleichzeitig an.

Muss ein Aufsichtsratsmitglied Zahlungen mitzeichnen?

Die Vertretung nach außen liegt beim Vorstand. Aufsichtsratsmitglieder zeichnen nur, wenn sie zusätzlich eine eingetragene Funktion haben. Die Bank richtet sich nach dem Firmenbuch und nicht nach der bloßen Mitgliedschaft im Aufsichtsrat.

Kann eine einzelne Person die AG gründen und das Konto eröffnen?

Ja. Eine Aktionärin oder ein Aktionär genügt, und dieselbe Person kann den Vorstand bilden. Der Aufsichtsrat ist trotzdem mit mindestens drei Personen zu besetzen, die den Vorstand nicht zugleich stellen. Das Konto eröffnet die vertretungsbefugte Person mit den Gründungsunterlagen.

Was steht in der Bankbestätigung für das Firmenbuchgericht?

Dass der eingeforderte Betrag auf dem Konto der Gesellschaft eingegangen ist und der Geschäftsleitung zur freien Verfügung steht. Mit der Eintragung entsteht die AG. Bis dahin führt die Bank das Konto für die Gründungsphase.

Dürfen Aktionäre das Grundkapital für den Privathaushalt abheben?

Abhebungen zugunsten von Aktionären brauchen eine tragfähige Grundlage, etwa eine beschlossene Dividende oder ein anerkanntes Entgelt. Das Grundkapital als Reserve für private Ausgaben zu verwenden, verletzt die Kapitalbindung. Die Bank führt den Auftrag aus, die Zulässigkeit bleibt Sache der Gesellschaft.

Fällt in einem Verlustjahr trotzdem Mindestkörperschaftsteuer an?

Ja. Bei der AG sind es 3.500 Euro im Jahr, üblicherweise in Quartalsbeträgen, auch wenn kein Gewinn vorhanden ist. Der Betrag geht vom Gesellschaftskonto an das Finanzamt und wird auf spätere Körperschaftsteuer angerechnet, soweit er die tatsächliche Schuld übersteigt.

Wie wird eine Dividende an eine natürliche Person ausgezahlt?

Die Gesellschaft behält 27,5 Prozent Kapitalertragsteuer ein und führt sie ab. Auf dem Konto verlassen der Nettobetrag an die Aktionäre und die Steuer an das Finanzamt das Guthaben. Beide Zahlungen sollten denselben Beschluss erkennen lassen.

Wer erteilt eine Prokura, und wo sieht die Bank sie?

Der Vorstand erteilt die Prokura, und das Firmenbuch trägt sie ein. Die Bank gibt das Zeichnungsrecht nach dem aktuellen Auszug frei. Eine mündliche Zusage in der Filiale ersetzt die Eintragung nicht.

Welche Unterlagen liegen bei der Kontoeröffnung auf?

Zur Eröffnung gehören Satzung, Firmenbuchauszug sobald er vorliegt, Ausweise der zeichnenden Organe, Angaben zu den wirtschaftlichen Eigentümern und bei der Gründung der Nachweis der Kapitaleinzahlung. Ändert sich die Vertretung, kommen die aktuellen Beschlüsse hinzu.

Ändert eine Kapitalerhöhung die Kontonummer?

Die IBAN bleibt, solange das Institut das Konto weiterführt. Neu sind der eingehende Betrag und der Beschluss, der ihn deckt. Die Bank kann für das Firmenbuch eine aktualisierte Bestätigung ausstellen.

Können Vorstandsbezüge und Lieferantenrechnungen dasselbe Konto nutzen?

Ja. Ein zweites Konto ist dafür nicht vorgeschrieben. Verwendungszweck und Beleg halten Organvergütung, Wareneinkauf und Ausschüttung auseinander, auch wenn alles von einer IBAN abgeht.

Eignet sich die AG für ein kleines Gewerbe mit zwei Beteiligten?

Für ein kleines Gewerbe mit zwei Beteiligten eignet sich die AG selten als erste Rechtsform. Grundkapital, Aufsichtsrat, Notariatsakt und die höhere Mindeststeuer sind auf größere Vorhaben, Investoren oder einen späteren Kapitalmarkt zugeschnitten. Zwei Personen mit einem laufenden Betrieb starten häufiger als Offene Gesellschaft, GmbH oder FlexCo.

Was ist beim Formwechsel aus einer FlexCo mit dem bestehenden Konto zu tun?

Die Bank über den neuen Rechtsformzusatz, die Firma und die Organe informieren und den Firmenbuchauszug nach der Eintragung nachreichen. Ob eine neue IBAN nötig wird, sagt das Institut. Wirtschaftliche Eigentümer sind neu zu melden, wenn sich die Beteiligung verschiebt.

Wohin geht die Kapitalertragsteuer bei der Ausschüttung?

Die Kapitalertragsteuer geht an das Finanzamt und wird von der Gesellschaft abgeführt. Die Aktionärin oder der Aktionär erhält den Betrag nach diesem Einbehalt. In der Buchhaltung sollten beide Zahlungen am selben Beschluss hängen.

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